FU E-Learning Preis 2008

 Der „FU E-Learning Preis“ wurde im Jahr 2008 zum vierten Mal vergeben. Der Preis wurde im März 2009 von der Vizepräsidentin Prof. Dr. Christine Keitel-Kreidt im Rahmen der GML²-Tagung an der Freien Universität Berlin verliehen. Wie in den Vorjahren auch, gab es Auszeichnungen in drei Kategorien, die je mit 3.000 Euro Sonderförderung für die jeweiligen E-Learning-Vorhaben belohnt wurden. Nach der Ehrung wurden die Projektergebnisse von den Projektleiter/innen vorgestellt.

 

Preistraeger 2008

Eine Würdigung für das Engagement für den Einsatz neuer Medien und digitaler Technologien in der Lehre an der Freien Universität Berlin: Drei E-Learning Projekte wurden von der Vizepräsidentin Prof. Dr. Christine Keitel-Kreidt und dem Kanzler Peter Lange (4. und 3. von rechts) mit dem "FU E-Learning Preis" für das Jahr 2008 ausgezeichnet. Darüber freuten sich (von links) Michael Feske, Dr. Carolin Deiner (Fachbereich Veterinärmedizin), Prof. Dr. Daniela Caspari, Bettina Werner (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften) sowie Peter Reineke und Matthias Frohn (Fachbereich Rechtswissenschaft). Foto: Franziska Wulschke/CeDiS

 

Die Preisträger und ihre Projekte

Kategorie "Nachhaltige Integration und Vernetzung"

E-Learning Romanistik – Möglichkeiten, Einsatzszenarien und Perspektiven des Einsatzes von E-Learning in der Lehre der romanischen Philologien

Prof. Dr. Daniela Caspari
Institut für Romanische Philologie
Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften

Foto Betz

Prof. Dr. Daniela Caspari und ihre
Mitarbeiterin Bettina Werner freuen
sich über die Auszeichnung

Da bei der Nutzung von E-Learning die Geisteswissenschaften quantitativ und qualitativ noch hinter anderen Disziplinen zurück liegen, verstand sich das Projekt E-Learning Romanistik als Pilotprojekt zum Einsatz von E-Learning in der Lehre, um exemplarisch die Möglichkeiten und Grenzen des E-Learning-Einsatzes für die Lehre in einer modernen Philologie zu erkunden. Das Projekt verfolgte somit die Ziele die generellen Möglichkeiten auszuloten, vielfältige spezifische Einsatzszenarien zu erproben und realistische Perspektiven der Weiterentwicklung aufzuzeigen.

Dies geschah durch verschiedene Maßnahmen, wie der quantitativen Ausweitung des E-Learning-Einsatzes in der Lehre, der qualitativen Ausweitung durch die Entwicklung und Erprobung „philologiespezifischer“ Einsatzszenarien in allen Fachdisziplinen (Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Spracherwerb, Landeskunde, Didaktik) sowie der Schaffung und Erprobung der Content Collection, einer nachhaltigen Struktur zur Archivierung, Verwaltung und Aktualisierung digitalisierten Lehr- und Lernmaterials.

Projektwebsite: http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we05/studium/e-learning


Zum Seitenanfang


  

Kategorie "Multimediale Lernmaterialien und Lernumgebungen"

Tele-Jura – Juristische Lehrfilme im Internet

Matthias Frohn und Peter Reineke
Institut für Internationales Privatrecht, Internationales Zivilverfahrensrecht und Rechtsvergleichung
Fachbereich Rechtswissenschaft

Foto Frohn und Reineke

Matthias Frohn und
Peter Reineke bei der
Vorstellung von tele-jura

Im Jurastudium müssen komplexe Sachverhalte vor allem anhand von praktischen Fallbeispielen bearbeitet werden. Vielen Studenten fällt es besonders im Zivilrecht schwer, sich die Sachverhalte vorzustellen. Tele-Jura macht die Fälle gleich in mehrerer Hinsicht einfacher zugänglich: Indem die Sachverhalte filmisch nachgespielt und unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven gelöst werden, entsteht durch Visualisierung eine zusätzliche Lernebene. Außerdem lernen die Studenten intuitiv, sich in die verschiedenen Parteien hineinzuversetzen. Den Studenten wird in allgemein verständlicher Sprache vermittelt, juristisch präzise zu arbeiten und dabei die Gesetze so anzuwenden, wie es im Unterricht bzw. in der Prüfung verlangt wird. Durch die in der Falllösung eingesetzten Auszüge aus Gesetzestexten wird die filmische Ebene mit dem klassischen Unterrichtsmaterial kombiniert.

Foto Mädchenschule

Matthias Frohn als Hausmeister im Tele-Jura Film "Klopapier für die Mädchenschule"

Bisher stehen 14 Filme im Internet zur Verfügung. Sie wurden in Anwendungskursen parallel zu den Vorlesungen Zivilrecht I und II eingesetzt. Die Filme erfreuen sich inzwischen nicht nur bei Jura-Studenten der FU großer Beliebtheit, sondern werden auch an anderen Universitäten in ganz Deutschland eingesetzt. Die Zugriffszahlen bei Youtube liegen derzeit bei insgesamt ca. 50.000. Tele-Jura wurde auf dem EDV-Gerichtstag 2008 an der Universität des Saarlandes als „Bestes Freies Juristisches Internetprojekt 2008“ ausgezeichnet.

Projektwebsite: http://www.telejura.de


Das bei der Preisverleihung gezeigte Filmbeispiel "Der Autokauf" bei YouTube »


Zum Seitenanfang


   

Kategorie "Good-Practice Beispiele für Blended Learning Szenarien":

Das Blended Learning Konzept der Veterinär-Physiologie

Dr. med. vet. Carolin Deiner
Institut für Veterinär-Physiologie
Fachbereich Veterinärmedizin

Foto Veterinär-Physiologie

Dr. Carolin Deiner und ihr Mitarbeiter Michael
Feske bei der feierlichen Auszeichnung durch
die Vizepräsidentin Prof. Dr. Keitel-Kreidt

Angesichts der Möglichkeiten, die Multimedia zur Veranschaulichung komplexer Prozesse bietet, schien die Darstellung des Lernstoffs im Fach Veterinär-Physiologie nicht mehr zeitgemäß. In einem gemeinschaftlichen Arbeitsprozess, der alle Mitarbeiter des Instituts für Veterinär-Physiologie sowie zwei Studierende umfasste, wurde das vorhandene Lernmaterial für Vorlesung und Physiologisches Praktikum vollständig überarbeitet, neu strukturiert und multimedial modernisiert.

Dabei entstanden ganze Vorlesungsreihen als Flash-Filme und wurden auf Blackboard zur Verfügung gestellt, wobei auch die jeweilige Audio-Spur als MP3 sowie eine iPod-Version zum Download angeboten wurden.

Glossar-Wiki Physiofuchs

Das Glossar-Wiki "Physiofuchs"
wurde von den Studierenden
konzipiert und umgesetzt.

Für das Physiologische Praktikum wurde für neun Übungen Multimedia-Material wie interaktive Lerneinheiten, Videotutorials, Flash-Animationen und MP3-Files produziert sowie Selbsttests erstellt und ein durch die Studierenden selbst konzipiertes und umgesetztes Glossar-Wiki „Physiofuchs“ angereichert, das über Hyperlinks mit den entsprechenden Fachbegriffen im Skript verknüpft wurde.

Die studentenseitige Nutzung des neuen E-Learning-Materials wurde ebenso evaluiert wie die Einschätzung der Dozenten bzgl. Intensität der Vorbereitung der Studierenden auf Übungen mit bzw. ohne E-Learning-Material („Vorher-Nachher-Studie“). Die Ergebnisse fielen durchweg positiv aus, insbesondere die Erstellung der Vorlesungs-Filme, und führten zur festen Verankerung des erstellten Materials in der Lehre des Instituts.

 

request.remote_ip=54.158.183.188
request.port=80