Online-Moderation

Stand: 31.03.2020 - Diese Webseite wird kontinuierlich ergänzt.

Die Online-Moderation (oder auch „teletutorielle Betreuung“) ist ein zentraler Erfolgsfaktor für digitale Lehre. Doch welche konkreten Aufgaben verbergen sich hinter dem Tele-Tutoring? Wie lassen sich Lernaktivitäten im digitalen Raum unterstützen und wie motiviert man zurückhaltende Studierende online? Welche organisatorischen und technischen Aufgaben sind mit der teletutoriellen Betreuung verbunden? Welche Kommunikationskanäle eignen sich für welche Lerngruppen und wie kann das Miteinander unterstützt werden?

Auf dieser Seite erhalten Sie Hinweise, Empfehlungen und Leitfäden zur Moderation Ihrer digitalen Lehre. Bei Fragen freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme: digitale-lehre@fu-berlin.de

1. Bedeutung der Online-Moderation

„E-Moderation ist die ziel- bzw. curriculumsorientierte Steuerung und Leitung der Kommunikation und des Austauschs von Lern- und Arbeitsgruppen.“ [1]

Grundsätzlich geht es bei der Online-Moderation (oder auch: Teletutorielle Betreuung, Tele-Tutoring, E-Moderation) darum, die Studierenden bei ihren online-gestützten Lernaktivitäten zu begleiten und zu betreuen und sie auch ohne Präsenzveranstaltung, ohne persönliches Gespräch bspw. im Seminarraum oder bei Ihnen vor Ort im Büro bei der Erreichung Ihrer Veranstaltungsziele zu unterstützen. 

[1] G. Bäumle-Westebbe et al., 2013. Kommunikation und Moderation. IN M. Ebner & S. Schön (Hrsg.)  Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien, 2. Auflage, epubli gmbH Berlin.

Präsenzlehre lässt sich nicht 1:1 auf den Online-Raum übertragen, weshalb die Online-Moderation einen zentralen Faktor darstellt. So reicht die alleinige Bereitstellung von Lernmaterialien und Kommunikationswerkzeugen mit dazugehörigen Aufforderungen wie bspw. "Diskutieren Sie dies bitte im Forum" nicht aus, um einen Austausch in Gang zu bringen, um Studierende zum Mitmachen anzuregen oder Gruppenarbeiten zu initiieren. Erhalten Sie hier einen Einblick in "missglückte Szenarien":

Fallbeispiele:  

Bsp. 1: „Die Lernplattform Blackboard hat den Kurs überhaupt nicht unterstützt. Bei vielen Bereichen wurde nichts eingestellt, die Links waren z.T. ungültig und die Materialien wurden in der Veranstaltung nochmal ausgeteilt. Wieso dann eine LERNplattform? Da hätte der Handapparat gereicht (traurig)

Bsp. 2: „Sehr häufig war man alleine auf der Lernplattform und konnte überhaupt nicht kommunizieren. Diskussionen in der Gruppe fanden kaum statt und der Tutor hat nur ein oder zwei Mal versucht etwas zu initiieren. Ansonsten hat er immer auf Anstöße von den Lernenden gewartet.“

Bsp. 3: „Beiträge im Diskussionsforum wurden entweder überhaupt nicht, viel zu kurz oder erst nach mehreren Tagen oder sogar Wochen beantwortet.“

Gründe für diese "missglückten Szenarien":

Um digital zu lehren bedarf es - anders als in Präsenzsituationen, in denen spontan Diskussionen geführt oder Inhalte ad hoc vertieft bzw. verschoben werden können  - einer Vorstrukturierung der Lerninhalte, einer gut durchdachten Vermittlung, wann welche Inhalte wie und wo zu bearbeiten sind, ggf. Maßnahmen zur Aktivierung der Studierenden sowie klarer und transparenter Kommunikationsregeln (z.B. bei Echtzeit-Diskussionen). Mit ein paar "Handgriffen" ist dies schnell realisierbar.

Die Online-Moderationsaufgaben Lehrender (und studentischer Hilfskräfte) umfassen verschiedene Betreuungsbereiche [vgl.1]:

  • Organisatorisch-administrative Aufgaben: Ziele und Zeitpläne definieren, Planung der Online-Meetings, Kurs-/Prüfungsanmeldungen und -abmeldungen, Planung der Meta-Kommunikation und der Lern-/Arbeitsgruppen
  • Motivational-soziale Aufgaben: Stärkung sozialer Aspekte (z.B. Vorstellungsrunde), Förderung des eigenverantwortlichen Lernens, Impulse zur aktiven Teilnahme, Schaffen einer positiven, gemeinschaftlichen Lernatmosphäre, Begleitung der Gruppenprozesse und Beachtung der Gruppenstimmung (z.B. "Flaming" nicht zulassen = Provokationen gg andere Teilnehmer/innen), Verfassen von vermittelnden, einbeziehenden Kommentaren
  • Didaktisch-vermittelnde Aufgaben: methodisch-didaktische Planung des Medieneinsatzes, sinnvolle Strukturierung des Themenbereichs gemäß der Lernziele, Anstoßung der Lernprozesse und Eröffnung der Diskussionen (z.B. Fragen stellen, Hypothesen formulieren, verschiedene Ansichten einbringen), Lernaufgaben formulieren und Lernhilfen geben
  • Fachliche Aufgaben: Initiierung der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Lerninhalten, fachliche Betreuung der Studierenden, Aktualisierung der Kursmaterialien, regelmäßige Bereitstellung von Zusammenfassungen
  • Technische Aufgaben: Einführung in den technischen Umgang, Bereitstellung von Guidelines, Unterstützung während des Betriebs, ggf. Vermittlung an technischen Support
Diese Aufgaben sind je nach Lehr-/Lernszenario, Fortschritt der Veranstaltung oder Voraussetzungen der Studierenden unterschiedlich gewichtig. Bspw. ist zu Semesterbeginn die organisatorische Rolle wichtiger als zu Veranstaltungsende. Sind mehrere Betreuungspersonen vorhanden, empfiehlt sich eine klare Aufgabenteilung (z.B. Gruppentutorin bzw. Gruppentutor, Fachtutorin bzw. Fachtutor).

[1] N. Ojstersek (2009). Betreuungskonzepte beim Blended-Learning: Gestaltung und Organisation tutorieller Betreuung. Medien in der Wissenschaft (2. Aufl., Bd. 41). Münster: Waxmann.; K. Bett & B. Gaiser (2004) E-Moderation.; C. de Witt T. Czerwionka, S. Mengel (2007). Mentorielle Betreuung im Web – Konzepte und Perspektiven für das Fernstudium. IfBM.Impuls – Schriftenreihe des Instituts für Bildungswissenschaft und Medienforschung.

Bei der Betreuung lässt sich zwischen asynchroner Kommunikation (zeitversetzt, z.B. Forum, Blog, Wiki) und synchroner Kommunikation (zeitgleich, z.B. Chat, Webkonferenzen) unterscheiden [vgl. 1]:

[1] G. Bäumle-Westebbe et al., 2013. Kommunikation und Moderation. IN M. Ebner & S. Schön (Hrsg.)  Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien, 2. Auflage, epubli gmbH Berlin.

2. Asynchrone Online-Lernaktivitäten betreuen (Forum, Blog, Wiki)

Asynchrone Werkzeuge bieten sich v.a. für Szenarien an, in denen eine vorherige Reflexion seitens der Studierenden gewünscht sind (synchrone Werkzeuge hingegen eher für spontane Meinungsbilder usw.). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Dazu zählen (anonyme) Feedbackmöglichkeiten, inhaltliche Fragen, Rollenspiele, Diskussionen, Dokumentationen und Präsentationen von Ergebnissen, Berichte über Lernaktivitäten (z.B. Lerntagebuch, Reisetagebuch), Collaborative Authoring u.v.m. Was ist bei der Betreuung asynchroner Online-Lernaktivitäten zu beachten?

Online-Kommunikation-/Kooperationswerkzeuge sind keine Selbstläufer und deshalb von der Lehrperson zu betreuen und zu moderieren. Hierbei empfiehlt es sich, nicht als "Lehrerende" aufzutreten, sondern als Begleitende bzw. Beratende, und in die Diskussion planvoll einzugreifen, ohne sie zu dominieren. Folgende Schritte helfen beim Schaffen einer günstigen Ausgangssituation: 

  • Kommunikationswerkzeug vorbereiten/einrichten und eine Struktur definieren (eine inhaltliche Grundstruktur erleichtert es Nutzende, sich zu beteiligen und eigene Inhalte einzustellen; leere Seiten/ausformulierte Inhalte sind wenig aktivierend)
    • Forum: Ziele und Diskussionsstränge planen (Anzahl der Foren & Diskussionsleitfäden festlegen), Forum einrichten: z.B. Ändern der Beiträge durch Autor/in zulassen, Eröffnung neuer Diskussionsstränge (nicht) zulassen, anonyme Veröffentlichungen (nicht) zulassen
    • Blog und Wiki: Zugriffsrechte und Anmeldemodalitäten festlegen (offen, geschützt), übersichtliche Struktur schaffen: Layout festlegen & Navigationselemente gestalten (welche Menüpunkte, welche Seiten/Kategorien, welche Verlinkungen usw.), Link zum Blog/Wiki im Blackboard-Menü bereitstellen
  • ggf. Studierende anmelden und Rechte vergeben (Lese-/Schreibrechte)
  • Teilnehmende mit Technik und Konventionen vertraut machen (Anmeldemodalitäten bekanntgeben und Kontaktinformationen des technischen Supports bereitstellen, im Blog/Wiki einen „Testbereich“ mit „Start-Tipps“ zur Handhabung einrichten, z.B. zur Erstellung von Beiträgen und Kommentaren)
  • Studierende auf die Nutzung vorbereiten: rechtzeitig über den Einsatz informieren, den Sinn/Mehrwert deutlich machen und die Teilnahmemodalitäten bekanntgeben
  • Kommunikationsregeln bekanntgeben/gemeinsam festlegen (Länge & Form von Beiträgen, Mindestanzahl und Platzierung der Beiträge, wertschätzendes Verhalten gegenüber anderen Teilnehmenden usw.) 
In Online-Lerngemeinschaften gibt es häufig „passive“ Nutzende, die alles lesen, aber nicht aktiv teilnehmen und Beiträge einstellen. Um eine gleichberechtigte Beteiligung zu gewährleisten, empfiehlt sich die (gemeinsame) Entwicklung von „Spielregeln“.
  • Startbeitrag erstellen (kurze Einführung in das Thema und Hinweise zur Bearbeitung)
  • Erwartungen, Zwischen- und Endziele klar kommunizieren
  • Diskussionsförderliches Klima schaffen (z.B. durch persönliche Begrüßungsmail)
    • „Soziale Präsenz“ unterstützen, z.B. durch Vorstellungsrunden (auch sich selbst vorstellen), Einstellen von Photos, Einstiegsbeitrag zu Hobbys/Erwartungen an die Veranstaltung (dies ist besonders aufgrund der Anonymität in Online-Medien eine gute Methode, sich eine bessere Vorstellung über die Teilnehmenden zu verschaffen), Bildung einer Online-Gemeinschaft fördern (durch kollektive Arbeit im Wiki, durch Erfahrungsaustausch im Blog usw. entsteht eine Community mit einem gemeinsames Ziel, was zu einer erhöhten Beteiligung führt)
    • Beteiligung der Studierenden höher werten als die Qualität der Beiträge, eine zu kritische Antwort in der Anfangsphase vermittelt den Studierenden das Gefühl, dass die Beteiligung „riskant“ ist.
    • klare Kommunikationsanlässe schaffen: Eine Aufforderung wie "Diskutieren Sie den Text bitte im Forum" reicht nicht aus. Eine solch schlichte Aufforderung zur Kommuni­ka­tion bleibt oft ohne Feedback, sie ist wenig geeignet, kommunikative Lernprozesse in Gang zu setzen, die darauf ausgerichtet sind, bestimmte Lernziele zu erreichen. Kommunikative Lernprozesse werden vor allem durch konkrete Lernaufgaben geschaffen.
  • Aufgaben gut strukturieren und nicht zu komplex gestalten

Kommunikations- und Kooperationswerkzeuge wie Foren, Blogs oder Wikis leben von der aktiven Mitwirkung der Teilnehmer/innen und bedürfen ein paar Aktivitäten, um am Laufen gehalten zu werden:

  • Anlässe zur weiteren Teilnahme schaffen (neue Impulse setzen; die Reflexion fördern; die Diskussion begleiten, z.B. durch Fragen stellen, Hypothesen formulieren, widersprüchliche Ansichten einbringen; die Ziele in Erinnerung rufen)
  • Verbindlichkeit schaffen (z.B. Anzahl von Mindestbeiträgen, aktive Beteiligung für Creditsvergabe), zeitnah Feedback geben (innerhalb von 24-48 Std.)
  • Wertschätzung für die Beiträge zeigen, auf Probleme reagieren und Hilfestellung geben, negative Kritik im (seminar-)öffentlichen Raum meiden (hierfür E-Mail nutzen)
  • Aufgabenstellungen unmissverständlich formulieren, Übersichtlichkeit schaffen (z.B. zu jedem Themenabschnitt ein Forum, eine Blog-Kategorie, eine Wiki-Seite), Inhalte aktualisieren
  • in neue Themen kurz einführen, inhaltliche Bezüge zwischen den Beiträgen herstellen und die Diskussion am Ende eines thematischen Blocks zusammenfassen
  • für gutes Gruppenklima sorgen (Gemeinschaftsgefühl aufbauen, rein „Zuschauende“ zur aktiven Teilnahme motivieren)
  • im Blog/Wiki: Informationen ausschließlich dort veröffentlichen, um die Studierenden zur regelmäßigen Nutzung anzuregen
  • falls keine Beiträge kommen: Nachfragen, woran dies liegt; gezielt Teilnehmende anschreiben; kontinuierlich auf das Einstellen der Beiträge hinweisen; wenn gar nichts geht: Einsatzszenario überdenken!
  • Teilnehmende benachrichtigen, dass moderierte Diskussion bald beendet wird
  • Arbeitsergebnisse zusammenfassen (lassen)
  • Verwendung der Diskussionsergebnisse klären (z.B. Grundlage für eine neue Inhaltsseite, Veröffentlichung im Web, Vorarbeit für Klausur)
  • Hinweise auf Materialien zur Vertiefung geben
  • Feedback einholen

Synchrone Lernaktivitäten betreuen (Webkonferenz, Chat)

Web-Tools für Echtzeit-Kommunikation bieten sich bspw. an, um Video-Vorträge zu halten, Meetings im eigenen Team durchzuführen, virtuelle Sprechstunden anzubieten, Gäste für Expertenvorträge mit Frage-Antwort-Runden einzuladen oder einen Diskurs mit Studierenden zu führen. Für Letzteres sind eher kleinere Gruppen sinnvoll. Wie bei synchronen Kommunikationstools gilt auch hier, dass sich Präsenzgespräche nicht 1:1 auf Online-Meetings übertragen lassen und in etwas anderer Form vorzubereiten und durchzuführen sind:

Für die synchrone Online-Kommunikation empfiehlt es sich, den Austausch vorab (mit Kolleginnen und Kollegen) zu erproben. Wie in Präsenz gilt auch hier: Ein paar Faupax passieren jedem - je häufiger moderiert wird, desto müheloser wird es! Hier einige Tipps zur Planung:

  • Virtuellen Raum vorbereiten
    • Bildübertragung und Hintergrund justieren (Licht, Fenster, Jalousie)
      TIPP: Ein häufiger Anfängerfehler ist ein zu dunkles Bild.
    • Ton: Was ist zu hören? Was könnte während der Sitzung stören? Sind Headset/Mikrofon richtig eingestellt? 
    • erforderliche Dateien hochladen 
    • Chat-/Kommunikationsfenster vorbereiten
    • TIPP: Ausreichend Vorlaufzeit einplanen für Testlauf von Bild und Ton, Sitzung mit Kolleginnen und Kollegen simulieren.
  • Zielsetzung und Ablauf des Web-Meetings planen
  • Meeting ankündigen und Teilnehmende einladen 
  • Teilnehmende mit Technik und Konventionen vertraut machen (URL, Software) 
    TIPP: Test-Meeting durchführen
  • Nutzung von Audio/Mikrofon durch die Teilnehmenden:
    TIPP: Zur Unterdrückung eines Rauschen und eines Echos (Rückkopplung) sollten alle ihr Mikrofon stumm schalten und nur das vom jeweiligen Sprecher aktiviert sein.
    TIPP: In Zweier-Meetings Kopfhörer statt Lautsprecher nutzen (wg. Rückkopplung).
  • Chat strukturieren: Dies ist hilfreich, wenn mehr als 6 Personen erwartet werden. Eine Möglichkeit ist, eine Art Tagesordnung festzulegen und diese vorher per E-Mail zu verbreiten. Des Weiteren empfiehlt es sich, bei großen Gruppen kleinere Teams zu bilden bzw. die Diskussion mit asynchronen Werkzeugen zu verzahnen (z.B. Lehrvortrag und Verständnisfragen sowie spontane Kurzreaktionen und Impulse im Web-Meeting; längere Diskussionsbeiträge, Textreflexionen, Meinungsbilder mit Kommentaren im veranstaltungsbegleitenden Blog) 
  • "Chatregeln" aufstellen, die für gleiche Beteiligungschancen sorgen (z.B. Respekt, Beiträge mit "..." nicht unterbrechen, mit Handzeichen melden, usw.)
  • Sätze für die Moderation vorbereiten und Diskussionsmethode festlegen 
In synchronen Online-Räumen wird durch die "Scheinanonymität" häufig eine Art "Spieltrieb"/"Kommunikationswillkür" geweckt, die zu Durcheinander, Desorganisation und schließlich zur Sinnfrage des Meetings führen kann. Deshalb sind Chatregeln empfehlenswert (z.B. http://www.chatiquette.de/), ebenso wie die Auswahl geeigneter Methoden (z.B. Brainstorming durch Kreisgespräch, Lehrvortrag mit anschließenden Nachfragen). Bei größeren Gruppen sind zwei Moderierende sinnvoll (sodass sich allein auf technische bzw. inhaltliche Moderation konzentriert werden kann). Empfehlenswert ist zudem die Vorformulierung von Sätzen, die parallel geöffnet und kopiert werden können, wodurch Zeit gespart und eine Vorstrukturierung ermöglicht wird.

Es empfiehlt sich, ein Web-Meeting mit Studierenden in eine offene Begrüßungsphase und die inhaltliche Durchführung zu teilen:

Begrüßungsphase:

  • Teilnehmende begrüßen und positive Stimmung schaffen 
  • 3-5 Min. für willkürliche Kommunikation (s.o. "Spieltrieb") lassen
  • Frage zum Einstieg vorbereiten/ Begrüßungsritual einplanen (z.B. jeder schreibt "Hallo", die anderen antworten)
  • Infos zu Technik/Organisation geben (TIPP: Mikrofon/Kopfhörer (de-)aktivieren), siehe "Planung"), ggf. Rechtliches vorlesen
  • Frage an die Teilnehmenden: Klappt die Technik bei jedem? Hört jeder etwas? Sonstige technische Probleme? (ggf. Frage auch im Chat schreiben)
  • Gemeinschaftsgefühl fördern (z.B. gemeinsame Zielsetzung)
  • bei Bedarf ggf. Aufzeichnung starten (TIPP: wird leicht vergessen)

Inhaltliche Durchführung:

  • kurze Einführung in das Thema der Sitzung geben
  • auf Chatregeln und Ablauf verweisen
  • Meeting durchführen 
  • auf Hintergrund/Bild achten: Kopf ruhig halten, in die Kamera sehen, langsam/ruhig und mit Pausen sprechen, laute Klappergeräusche (Tastatur, Kaffeetasse o.ä.) vermeiden, nicht ans Mikrofon stoßen
  • Zeitversatz berücksichtigen, z.B. erscheinen Folien oft erst nach 2 Sek. auf dem Teilnehmer-Rechner
  • ggf. die Rollen von (einzelnen) Teilnehmenden ändern
  • klare Kommunikationsanlässe schaffen, neue Impulse setzen, Fragen aufwerfen, kontroverse Positionen einbringen
  • Formen der Interaktion wählen, die die Beteiligung aller Teilnehmenden ermöglicht bzw. erzwingt (z.B. Kreisgespräch)
  • Zwischenstand der Diskussion zusammenfassen, um möglichst viele in der Diskussion zu halten
  • auf Ziel/ Ergebnis fokussieren
  • darauf achten, dass nicht zu viele parallele Gesprächsstränge entstehen
  • auf Einhaltung der Chatregeln achten, konstruktiver Umgang mit Konflikten und Emotionen
  • Zeit im Blick behalten
  • auf Bild/Hintergrund achten: Stimmt die Beleuchtung noch? (Tageslicht ändert sich)
  • Teilnehmende benachrichtigen, dass die Sitzung bald beendet wird
  • kurze Zusammenfassung geben
  • ggf. weitere Verwendung der Sitzungsergebnisse klären 
  • Gesprächsprotokoll/Aufzeichnung zur Verfügung stellen 
  • Feedback einholen
  • ggf. Diskussionsinhalte des Web-Meetings in Forum/Blog/Wiki aufgreifen 

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