Praxistipps zum Wintersemester 2020/21

Überblick
 

Im Sommersemester 2020 wurde das Konzept E-Examinations@Home für kontaktlose Distanzprüfungen an der Freien Universität eingeführt. Mit über 170 durchgeführten Prüfungen und mehr als 11.000 Teilnehmenden im Sommersemester hat sich das Format als krisensicheres Instrument für Prüfungsdurchführungen unter Corona-Bedingungen bewährt. Hiermit werden Studierende in die Lage versetzt, universitäre Prüfungen von zu Hause aus zu absolvieren.

Das Format bietet für die Prüfungsbewertung verschiedene Vorteile (z. B. automatisierte Auswertung und Bepunktung, oftmals schnellere und übersichtlichere manuelle Nachbewertung offener Fragen im Vergleich zu handschriftlichen Klausuren). Auch die Prüfungseinsicht für die Studierenden lässt sich über die Prüfungsplattform leicht organisieren.

Wie läuft das praktisch ab? Nach der Terminbuchung stellen Sie mithilfe eines Templates Ihre Prüfungsfragen zur Verfügung. Das E-Examinations-Team implementiert sie in der Prüfungsumgebung, Sie überprüfen das Resultat. Die Teilnehmenden erhalten Accounts und können sich mittels einer Demoklausur mit der Prüfungsumgebung vertraut machen. Am Prüfungstag treffen sich alle Beteiligten in einem Webex-Raum und Sie werden von uns bei der Durchführung der Prüfung unterstützt.

Sicherheit
 

Das Thema Sicherheit spielt eine zentrale Rolle an der Freien Universität.

 Rechtliche Sicherheit:

  • E-Examinations@Home ist eines der vier an der Freien Universität Berlin zugelassenen Alternativformate für Prüfungen in der Corona-Pandemie.

Technische Stabilität und Sicherheit:

  • Einsatz der Prüfungssoftware LPLUS TestStudio des seit 1987 im Bereich Prüfungs-Software tätigen Bremer Unternehmens LPLUS (weitere Informationen).
  • Automatische Zwischenspeicherung aller von den Prüfungsteilnehmenden getätigten Eingaben (alle 30 Sek.). Im Falle eines technisch bedingten Prüfungsabbruchs ist eine Wiederaufnahme und eine nachträgliche Analyse möglich (z. B. bei Täuschungsverdacht).
  • Möglicher Einsatz des von der ETH-Zürich entwickelten Sicherheits-Browsers Safe Exam Browser (SEB).
  • Mithilfe des SEB werden technisch vergleichbare Bedingungen auf den Geräten der Studierenden geschaffen und Zugriff auf digitale Ressourcen in der Prüfung unterbunden. So können auch Closed-Book-Prüfungen (s. u.) auf den Geräten der Studierenden durchgeführt werden.
Open- und Closed-Book

 

E-Examinations@Home können als Open- oder Closed-Book-Prüfung durchgeführt werden.

Bei Open-Book-Prüfungen ist die Nutzung von Programmen und Dateien i. d. R. nicht beschränkt. Studierende können während der Prüfung z. B. mit Anwendungen wie R Studio, Excel, Access oder weiteren Programmen von Drittanbietern arbeiten, im Internet recherchieren und ihre Aufzeichnungen verwenden. Open-Book-Prüfungen zielen oftmals auf das höhertaxonomische Eruieren der Synthese- bzw. Transferleistungskompetenz der Prüfungsteilnehmenden ab. Prüflingsteilnehmende können so das bereits erworbene Wissen auf einen bestimmten Fall anwenden.

Bei Closed-Book-Prüfungen können Prüfungsteilnehmende i. d. R. keine weiteren Materialien verwenden. Andere Anwendungen sind nicht zulässig. Unterstützt wird diese Prüfungsform mithilfe des Safe Exam Browser (SEB). Notwendige Materialien (z. B. Texte, Grafiken) können innerhalb der Prüfungsumgebung bereitgestellt werden. In Closed-Book-Prüfungen werden tendenziell eher niedrigtaxonomische Prüfungsfragen eingesetzt, die z. B. auf das Reproduzieren von gelerntem Faktenwissen abzielen.

Grundsätzlich sollten die Aufgaben an das gewählte Verfahren angepasst werden, um das Anspruchsniveau auf die nutzbaren Ressourcen anzugleichen. Mittels der an der Freien Universität Berlin eingesetzten Prüfungsplattform LPLUS lassen sich Täuschungsversuche auch unter Corona-Bedingungen deutlich erschweren (s. u. unter technisch-didaktische Sicherheit).

Technisch-didaktische Sicherheit, Frageformat und Beispielprüfung
 

Die Prüfungssoftware der Freien Universität bietet vielfältige Möglichkeiten zur Klausurgestaltung. Neben klassischen geschlossenen Frageformaten wie Single und Multiple Choice können Auswahlboxen, Matrixformate sowie Lückentexte umgesetzt werden. Für offene Fragen stehen Kurzantwortfelder sowie Textboxen für die Eingabe und Formatierung umfangreicher Texte zur Verfügung. Beigefügt werden können auch Abbildungen und Begleitmaterial.

Zur Erhöhung der Sicherheit bietet LPLUS TestStudio in Zusammenhang mit dem Safe Exam Browser (SEB) derzeit u. a. folgende technisch-didaktischen Möglichkeiten:

  • Objektive Zeitlimitierung der Prüfung: nach Ablauf der Prüfungszeit beendet sich die Prüfung automatisch.
  • Unterbinden des Nutzens digitaler Materialien oder Kommunikations-Tools auf dem Endgerät.
  • Protokollierung des Prüfungsablaufs: u. a. Start- und Endzeit, technische Prüfungsabbrüche.
  • Randomisierte Reihenfolge der Fragen: Die Prüfungsfragen können für jede:n Prüfungsteilnehmer:in in einer unterschiedlichen Reihenfolge angezeigt werden.
  • Randomisierte Ziehung von Fragen aus einem Pool: Für ein Thema können mehrere gleich schwere Prüfungsfragen existieren. Unterschiedliche Prüfungsteilnehmende erhalten somit unterschiedliche Fragen.
  • Randomisierte Reihenfolge der Antwortoptionen: In Aufgaben nach dem Antwort-Wahl-Format (z. B. Multiple-Choice) können die auszuwählenden Antwortoptionen für jede:n Prüfungteilnehmer:in in einer anderen Reihenfolge angezeigt werden.
  • Randomisierte Ziehung der Distraktoren: In Aufgaben nach dem Antwort-Wahl-Format (z. B. Multiple-Choice) können die Antwortoptionen aus einem Antwort-Pool gezogen werden. Unterschiedliche Prüfungsteilnehmende erhalten somit unterschiedliche Antwortoptionen.

Einen ersten Eindruck über mögliche Fragetypen gibt diese Musterprüfung (Erklärung akzeptieren und auf „Bereit“ bei CeDiS-Demoprüfung SoSe 2020 klicken).

Praktische Informationen
 

Praktische Informationen und Checklisten finden Sie als Lehrende in unserem Wiki:

 Für Studierende
   

Für Teilnehmende wurden Informationen für Studierende im Wiki eingerichtet. Dort werden News eingestellt, Downloads angeboten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereitgestellt sowie Informationen zum Prüfungsablauf, zur Prüfungseinsicht und zu technischen Problemen gegeben.

Beratung und Service

Wenn Sie Rückfragen haben oder konzeptionelle/technische Beratung wünschen, melden Sie sich gerne!

Sprechstunden zu E-Examinations:
Momentan jeden Montag & Freitag um 16 Uhr. Keine Anmeldung nötig!
Montags: Fragen zur Prüfungsvorbereitung
Freitags: Fragen zur Prüfungsnachbereitung, -auswertung & -bewertung

Kontakt:
E-Mail: e-examinations@fu-berlin.de, Telefon: (030)-838-51838
Wichtige Hinweise
 

Für das laufende Wintersemester gelten einige Neuerungen (siehe Änderungen für das Wintersemester 2020/21). So erhielt z. B. der Safe Exam Browser ein umfassendes Update, weshalb Studierende die neueste Version zur Prüfungsdurchführung benötigen (weitere Informationen).

Aufgrund der hohen Nachfrage sind alle Termine für das WiSe 2020/2021 ausgebucht. Das Verfahren zur Terminvergabe für das SoSe 2021 wird aktuell festgelegt, so dass Termine für das SoSe 2021 angefragt, aber noch nicht bestätigt werden können.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Internationales Online-Seminar
 

Ein internationales Online-Seminar ist ein gemeinsam mit einer internationalen Kollegin oder einem Kollegen konzipiertes und durchgeführtes Seminar mit Studierendengruppen aus mind. zwei Partneruniversitäten. Ein niedrigschwelliges Beispiel wäre ein Online-Seminar auf Englisch, bei dem die einzelnen Lehrveranstaltungen abwechselnd von den beiden Dozierenden per Videokonferenz umgesetzt werden. Der internationale Austausch profitiert noch mehr, wenn Ihr Seminar durch unterschiedliche Kommunikations- und Kooperationsformate erweitert wird, z. B. durch Gruppenarbeiten, gemeinsame Vorträge oder eine langfristige projekt- oder forschungsbasierte Zusammenarbeit. Phasen der synchronen Kooperation - z. B. in gemeinsamen Videokonferenzen - sollten sich dabei idealerweise abwechseln mit Phasen langfristiger, asynchroner Zusammenarbeit - z. B. in Arbeitsgruppen in Webex Teams, in Diskussionsforen in einem Blackboard-Kurs oder durch gemeinsam erstellte Wikis. Dadurch entwickeln Studierende neben ihrem Fachwissen auch ihre interkulturellen, kommunikativen und fremdsprachlichen Kompetenzen weiter.
Beispiele:

Online-Kurs mit internationalen Gastvorträgen
 

Gemeinsame Online-Kurse mit einer oder mehreren Partneruniversitäten können eine Reihe von z. B. englischsprachigen Lernvideos oder Vorlesungsaufzeichnungen sowie dazu passende Übungen und Aufgaben von verschiedenen Dozierenden in einer internationalen Lehrveranstaltung vereinen. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnerinnen und Partnern in einem „Lehrtandem“ zeichnet sich dieses digitale Lehrkonzept durch eine große Diversität internationaler Perspektiven, verschiedener Formate sowie Expertinnen- und Expertenmeinungen aus. Zudem ermöglicht es ihren Studierenden ein selbstgesteuertes Lernen mit Kommilitonen der Partneruniversität. Außerdem lässt es sich in Ihre Präsenzlehre einbinden, z. B. als Inverted-Classroom-Modell: Ihre Studierenden können sich die Videos zuhause wiederholt ansehen und die Inhalte dadurch besser verstehen. Während des Kurses können Sie sich dann auf die Übung und Anwendung der Inhalte und die Fragen der Studierenden konzentrieren.
Ein solcher Online-Kurs kann darüber hinaus dazu motivieren, ein Auslandssemester anzutreten oder auch enger mit einer Partneruniversität auf Forschungsebene zu kooperieren.

OpenU: Beteiligen Sie sich an Online-Lehrkooperationen und der Konzeption digitaler Lehre in Una Europa
 

Im Rahmen der neu gegründeten europäischen Hochschulallianz Una Europa, die sich eine intensivierte Zusammenarbeit im Bereich Studium und Lehre zum Ziel gesetzt hat, beteiligt sich die Freie Universität am gemeinsamen Projekt Online Pedagogical Resources for European Universities (OpenU).
Es hat zum Ziel, einen europaweiten digitalen Hub namens BLOOM zu entwickeln, um internationale und digitale Lehre, Blended/Virtual Mobility sowie die Erstellung vernetzter Curricula und Joint/Multiple Degrees zu unterstützen.

Anhand ausgewählter Kooperationsprojekte zwischen der FUB und den Partneruniversitäten der Hochschulallianzen Una Europa und European Institute of Innovation and Technology (EIT) soll der zu realisierende BLOOM-Hub erprobt werden.

Alle Lehrenden der FUB sind eingeladen, sich mit eigenen Projektideen zur digitalen internationalen Lehrkooperation oder zur Entwicklung eines standortübergreifenden digitalen Kursangebots zu beteiligen.

Weitere Informationen:

Anwendungstipp: Blended Mobility – digitale Unterstützung der physischen Mobilität Ihrer internationalen Studierenden
 

Mit Hilfe der Online Coaching Plattform „Distributed Campus” können internationale Studierende, die an der Freien Universität einen Präsenzaufenthalt im Rahmen ihres Studiums durchführen, digital vorbereitet werden, damit der Studieneinstieg in Berlin einfacher und zeitsparender gestaltet wird. Distributed Campus wird bereits für verschiedene Zielgruppen genutzt, z. B. ERASMUS-Incomings, und kann flexibel für neue internationale Programme mit entsprechenden spezifischen Informationen ergänzt werden – zusätzlich zu einer umfassenden Materialsammlung zu akademischen, interkulturellen und organisatorischen Informationen auf Deutsch und Englisch.

Anwendungstipp: Internationales Blended-Seminar – virtuell und in Präsenz
Das internationale Blended-Seminar erweitert das reine Online-Format um Präsenzphasen an einer oder an beiden Partneruniversitäten. Die Studierendengruppen können sich währenddessen live und in Farbe kennenlernen, kommunizieren und zusammenarbeiten. Durch die physische Kurzzeitmobilität, die beispielsweise zu Semesterbeginn als Einführung oder am Ende als Abschluss der Lehrveranstaltung stattfinden kann, sammeln auch jene Studierende, die nicht für ein gesamtes Semester ins Ausland gehen können, internationale Erfahrungen. Während des Semesters wird das Seminar in Form von Videokonferenzen, Wikis, Blogs etc. asynchron begleitet. Das Kennenlernen in Präsenz kann das Teambuilding und gemeinsame Diskussionen verbessern und fördert so die langfristige Kooperation zwischen den Studierendengruppen.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Synchrone Online-Lernaktivitäten betreuen
1. Planung: Günstige Ausgangsbedingungen schaffen
 

Wie in Präsenz gilt auch hier: Je häufiger moderiert wird, desto müheloser wird es! Einige praktische Tipps zur Planung:

  • Bildübertragung und Hintergrund justieren: Licht, Fenster, Jalousie, Hintergrundkulisse
    • Ein häufiger Fehler ist ein zu dunkles Bild. Direktes Licht von vorne oder von hinten ist meist ungünstig.
    • Ton: Was ist zu hören? Was könnte während der Sitzung stören? Sind Headset/Mikrofon richtig eingestellt?
    • Internetverbindung optimieren (wenn möglich: LAN-Kabel statt WLAN, Nähe zum Router herstellen bzw. WLAN-Verstärker)
    • Videos erleichtern die Kommunikation. Bei schlechter Verbindung bzw. vielen Teilnehmenden aber besser abstellen (lassen); bei durchgängigen Verbindungsproblemen anderes Szenario wählen (z. B. Vortrag vorab bereitstellen, Austausch/Fragen dazu im Chat, Forum, Blog).
    • Für Einstellung von Bild/Ton und den geplanten Features ausreichend Vorlaufzeit einplanen; ggf. die Sitzung simulieren oder mit mehreren Geräten ausprobieren.
  • Zielsetzung und Ablauf des Meetings planen: Was soll am Ende erreicht sein? Wie soll die Diskussion ablaufen? Welche Funktionen sollen genutzt werden? Sollen Bildschirm/Dokumente geteilt werden? Von wem?
  • Teilnehmende mit Technik und Konventionen vertraut machen: Zugang, Rollen, Bedienung, Optimierungsmöglichkeiten
  • Nutzung von Audio/Mikrofon durch die Teilnehmenden
    - Tipp: Zur Rausch- und Echo-Unterdrückung Headset nutzen, alle ihr Mikrofon im Tool stumm schalten lassen (nicht am Rechner) und nur das vom jeweiligen Sprechenden aktivieren.
  • Web-Meeting strukturieren, z. B. Agenda festlegen, bei großen Gruppen kleinere Teams bilden, die Diskussion ggf. mit asynchronen Werkzeugen verzahnen (z. B. Lehrvortrag, Verständnisfragen & spontane Kurzreaktionen im Web-Meeting; längere Diskussionsbeiträge, Textreflexionen, Meinungsbilder und Kommentare in asynchronen Tools).
  • Kommunikationsregeln überlegen, die für gleiche Beteiligungschancen sorgen: z. B. andere nicht unterbrechen, sich mit Handzeichen melden, auf Signal der Moderierenden warten; im Chat: kurze Beiträge einstellen, längere Texte in kurze Abschnitte teilen und mit „…“ die Fortführung kennzeichnen; keine Beiträge mit „…“ unterbrechen
  • Moderation vorbereiten, z. B. Visualisierungen, Vorformulierung von Sätzen für Chat.
    Empfehlenswert sind zwei Moderatoren (um den Chat im Blick zu behalten usw.), dies ist auch durch studentische Mitwirkung realisierbar.
2. Einstieg: Sitzung beginnen und Diskussion initiieren
 

Sinnvoll ist es, eine Web-Sitzung in eine offene Begrüßungsphase und die inhaltliche Durchführung zu teilen.

  • 10 Min. vor Sitzungsbeginn Raum öffnen und Zeit zum Ankommen und Ton-Check geben. Ggf. eine Frage zum Einstieg oder Begrüßungsritual vorbereiten.
  • 3 - 5 Min. für Small Talk einplanen
  • Teilnehmende begrüßen: Positive Stimmung schaffen, ggf. Rechtliches, Infos zur Technik geben, Soundcheck durchführen und Rückmeldungen einholen (Hört jeder etwas? Gibt es technische Probleme? Treten Latenzen (Zeitversatz) auf? Die Fragen ggf. auch im Chat schreiben)
  • Mikrofon (de-)aktivieren lassen. Hinweis: Durch häufige Tonsignale, z. B. beim Betreten des Raumes, wird das Tonsignal bei der (Wieder-)Aktivierung des Mikrofons leicht überhört.
  • Visuelle Handzeichen sind bei einer überschaubaren Gruppengröße empfehlenswert; bei einer großen Gruppe, schlecht sichtbaren Teilnehmenden bzw. einer langsamen Verbindung empfiehlt sich die Nutzung des Handzeichen-Symbols oder des Chats
  • Ggf. Aufzeichnung starten und darüber informieren. Bitte beachten Sie hierbei die rechtlichen Bedingungen, siehe u. a. Richtlinien zur visuellen Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen.pdf
3. Durchführung: Die Diskussion und die Mitarbeit am Laufen halten
 
  • Klare Kommunikationsanlässe schaffen, neue Impulse setzen, Fragen aufwerfen, kontroverse Positionen einbringen
  • Formen der Interaktion wählen, die z. B. die Beteiligung aller Teilnehmenden ermöglicht bzw. erzwingt (z. B. Methode „Kreisgespräch“)
  • Zwischenstand zusammenfassen, um möglichst Viele in der Diskussion zu halten
  • auf Ziel/ Ergebnis fokussieren
  • auf Verhalten achten, konstruktiver Umgang mit Konflikten und Emotionen
4. Abschluss: Die Diskussion beenden und nachbereiten
 
  • Teilnehmende informieren, dass die Sitzung bald beendet wird
  • kurze Zusammenfassung geben (lassen)
  • die weitere Verwendung der Sitzungsergebnisse klären. Ggf.vor Verlassen der Sitzung die erarbeiteten Dokumente / den Chat abspeichern.
  • Treffen beenden. Hinweis: Wenn Sie das Treffen „verlassen“, können sich die Teilnehmenden weiter austauschen. „Schließen“ Sie das Meeting, ist es für alle beendet.
  • Gesprächsprotokoll/Aufzeichnung zur Verfügung stellen
  • ggf. Diskussionsinhalte des Web-Meetings in Forum/Blog/Wiki aufgreifen
  • Feedback einholen
Checkliste zum Ausdrucken

Das nachfolgende Dokument fasst die obigen Punkte in Form einer Checkliste zusammen und gibt einen Überblick, auf was bei der Moderation und Betreuung synchroner Lernaktivitäten im Online-Raum zu achten ist.

>> Checkliste zur Betreuung synchroner Lernaktivitäten (PDF)

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Online-Betreuung

E-Moderation: Die Rolle der Lehrperson
 

Kommunikationswerkzeuge und Online-Lernmedien sind keine Selbstläufer. Die Online-Betreuung durch die Lehrperson ist essentiell für das Gelingen digitaler Lehre. So reicht die alleinige Bereitstellung von Lernmaterialien und Kommunikationstools mit dazugehörigen Aufforderungen wie bspw. "Diskutieren Sie dies bitte im Forum" nicht aus, um einen Austausch in Gang zu bringen, Studierende zum Mitmachen anzuregen oder Gruppenarbeiten zu initiieren (s. u.). Was aber steckt hinter dem Begriff „E-Moderation“ und welche Betreuungsbereiche sind damit verbunden?

E-Moderation ist die ziel- bzw. curriculumsorientierte Steuerung und Leitung der Kommunikation und des Austauschs von Lern- und Arbeitsgruppen“.

(M. Ebner et al. (2013). Kommunikation und Moderation. IN M. Ebner & S. Schön (Hrsg.) Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien, 2. Auflage, epubli gmbH Berlin).

Verbunden sind damit

  • organisatorisch-administrative Aufgaben
  • motivational-soziale Aufgaben (z. B. Förderung des eigenverantwortlichen Lernens, Impulse zur aktiven Teilnahme, Schaffen einer positiven Lernatmosphäre, Begleitung der Gruppenprozesse)
  • didaktisch-vermittelnde Aufgaben (z. B. Anstoß der Lernprozesse, Lernhilfen)
  • fachliche Aufgaben (z. B. inhaltliche Betreuung der Studierenden, Bereitstellung von Zusammenfassungen)

Diese Aufgaben sind je nach Szenario, Voraussetzungen der Studierenden oder Veranstaltungsfortschritt unterschiedlich gewichtet. Sind mehrere Betreuungspersonen vorhanden, empfiehlt sich eine klare Aufgabenteilung (z. B. Fachtutor/in, Gruppentutor/in).

Siehe auch „Bedeutung der Teletutoriellen Betreuung“ (PDF)

Asynchrone Online-Lernaktivitäten betreuen (Forum, Blog, Wiki)
1. Günstige Ausgangsbedingungen schaffen
 

Zum Gelingen der Online-Kommunikation ist es hilfreich, folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Werkzeug einrichten: Eine inhaltliche Grundstruktur erleichtert es den Teilnehmenden, sich aktiv zu beteiligen und eigene Inhalte einzustellen; leere Seiten oder bereits ausformulierte Inhalte sind dagegen wenig aktivierend.
  • Ziele/Abfolge planen: Was soll am Ende der Sitzung erreicht werden? Wie?
  • Mehrwert deutlich machen, rechtzeitig über den Einsatz informieren, Studierende mit der Technik vertraut machen (Testbereich anlegen, Start-Tipps geben)
  • „Kommunikationsregeln“ vereinbaren (z. B. Länge/Form der Beiträge, Mindestanzahl, Verhalten): In Online-Lerngemeinschaften gibt es häufig „passive“ Teilnehmende, die alles lesen, sich aber nicht aktiv beteiligen und keine Beiträge einstellen. Um eine gleichberechtigte Beteiligung zu gewährleisten, empfiehlt sich die gemeinsame Entwicklung von „Spielregeln“.
2. Einstieg: Die Diskussion und die Mitarbeit initiieren
 

Um den Austausch anzuregen, bieten sich folgende Schritte an:

  • Erwartungen, Zwischen- und Endziele klar kommunizieren.
  • Diskussionsförderliches Klima schaffen: die „Soziale Präsenz“ unterstützen und die Bildung einer Online-Gemeinschaft fördern(die kollektive Arbeit im Wiki, ein Erfahrungsaustausch im Blog oder eine interessensgeleitete Diskussion im Forum fördert die Entstehung eine Community mit einem gemeinsamen Ziel, was zu einer höheren Beteiligung führt)
  • Zu Beginn die Beteiligung der Studierenden höher werten als die Qualität der Beiträge: Eine zu kritische Antwort in der Anfangsphase vermittelt den Studierenden das Gefühl, dass die Beteiligung „riskant“ ist.
  • Klare Kommunikationsanlässe schaffen: Eine Aufforderung wie "Diskutieren Sie den Text bitte im Forum" (s.o.) reicht nicht aus. Eine solch schlichte Aufforderung zur Kommunikation bleibt oft ohne Feedback und ist wenig geeignet, kommunikative Lernprozesse in Gang zu setzen, die darauf ausgerichtet sind, bestimmte Lernziele zu erreichen. Kommunikative Lernprozesse im Online-Raum werden vor allem durch konkrete Lernaufgaben geschaffen.
  • Aufgaben gut strukturieren und im digitalen Raum nicht zu komplex gestalten.
3. Durchführung: Die Diskussion und die Mitarbeit am Laufen halten
 

Kommunikations- und Kooperationswerkzeuge wie Foren, Blogs oder Wikis leben von der aktiven Mitwirkung der Teilnehmenden und bedürfen einiger Aktivitäten, um aufrecht gehalten zu werden:

  • Anlässe zur weiteren Teilnahme schaffen (neue Impulse setzen, Reflexion fördern, widersprüchliche Ansichten aufzeigen)
  • Verbindlichkeit schaffen (z. B. Anzahl von Mindestbeiträgen, aktive Beteiligung für die Vergabe)
  • Zeitnah Feedback geben (innerhalb von 24 bis 48 Std.). TIPP: Sie können sich per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde.
  • Wertschätzungfür die Beiträge geben, negative Kritik im öffentlichen Raum meiden (hierfür E-Mail nutzen)
  • Übersichtlichkeit schaffen (z. B. zu jedem Themenabschnitt ein Forum, eine Blog-Kategorie, eine Wiki-Seite) und Inhalte stetig aktualisieren.
  • In neue Themen kurz einführen, inhaltliche Bezüge zwischen den Beiträgen herstellen und die Diskussion am Ende eines thematischen Blocks zusammenfassen (lassen).
  • Für gutes Gruppenklima sorgen (Gemeinschaftsgefühl aufbauen, die rein „Zuschauenden“ zur aktiven Teilnahme motivieren)
  • Falls keine Beiträge kommen: Gründe erfragen, gezielt Teilnehmende anschreiben; wenn gar nichts geht: Einsatzszenario überdenken.
4. Abschluss: Die Diskussion beenden und nachbereiten
 
  • Studierende informieren, dass die Aktivität / moderierte Diskussion bald beendet wird
  • Ergebnisse zusammenfassen (lassen)
  • Weitere Verwendung der Arbeitsergebnisse klären (z. B. Vorarbeit für Klausur, Grundlage für neue Inhaltsseite, Veröffentlichung)
  • Hinweise auf Materialien zur Vertiefung geben
  • Feedback einholen
Checkliste zum Ausdrucken
 

In Form einer Checkliste fasst das nachfolgende Dokument die obigen Punkte zusammen und gibt einen Überblick, auf was bei der Moderation und Betreuung asynchroner Lernaktivitäten im Online-Raum zu achten ist.

>> Checkliste zur Betreuung asynchroner Lernaktivitäten (PDF)

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Lerninhalte anschaulich & aktivierend aufbereiten mit H5P

Einsatzform "Wissen aufbereiten"
 

Mit über 40 Inhaltstypen bietet H5P vielfältige Ansätze, Wissen interessant und anschaulich aufzubereiten. Zentral hierbei ist: Man muss sich kurzfassen. Das technische Format lässt nichts anderes zu. Dies erfordert eine didaktische Reflexion der Inhalte.

Zudem ist H5P offen für die Verwendung bereits bestehender Materialien. Mit dem Inhaltstyp „Interactive Video“ können bspw. lokal gespeicherte Videos oder Streams von Videoplattformen mit zusätzlichen Features wie Multiple-Choice-Quizzes, Drag&Drop-Aufgaben oder ergänzenden Hinweisen versehen werden.

Einsatzform "Wissen abfragen"
 

Neben klassischen Multiple-Choice-Quizzes kann H5P auch andere Formen der Wissensabfrage darstellen. Hierzu gehören Lückentexte, Drag&Drop-Aufgaben oder Essays, die bestimmte, zuvor festgelegte Wörter enthalten. Die Abfragemöglichkeiten können zur Vor- und Nachbereitung einer Veranstaltung genutzt werden, um die Selbstlernphase abwechslungsreich und feedbackorientiert zu gestalten.

Einsatzform "Studierende aktivieren"
 

H5P hält verschiedene Werkzeuge bereit, die zum Mitmachen animieren. Hier zählen z. B. die Inhaltstypen „Image Hotspots“ und „Cornell Notes“:

Blick in die FU-Praxis
 

Die nachfolgenden beiden Praxisbeispiele geben einen Einblick, wie H5P in der Lehre an der Freien Universität Berlin eingesetzt wird:

Integration in die FU-Systeme
 

H5P-Inhalte werden im Blogsystem der Freien Universität Wordpress erstellt und können dort veröffentlicht werden (vgl. Praxistipp zu Blogs an der FU). Auch eine Einbettung in andere Systeme der FU ist möglich: Jeder H5P-Inhalt hat einen Einbettungscode, der in andere FU-Systeme integriert werden kann.

  • Im FU-Wiki Confluence (vgl. Praxistipp zu Wikis an der FU) wird H5P über das „+-Zeichen“ (weiteren Inhalt einfügen) und mit der Auswahl „Externe Inhalte datenschutzkonform“ eingebunden. Hier wird der Name des Dienstes (H5P) und der Einbettungscode eingegeben. Der H5P-Inhalt steht dann im Wiki zur Verfügung.
  • Ähnlich sieht die Integration in Blackboard aus. Dort kann in alle Elemente, die ein Textfeld mit HTML-Knopf bereithalten auch der H5P-Einbettungscode integriert werden. Danach steht der Inhalt in Blackboard zur Verfügung.
H5P Features
 

H5P stellt darüber hinaus nützliche weitere Features zur Verfügung:

  • Interaktive Bücher: Hierbei handelt es sich um ein Sammelwerkzeug, in das mehrere H5P-Inhalte geladen und angeordnet werden können. Die Studierenden können dann digital in H5P-Inhalten blättern, Aufgaben lösen und Feedback zu den Ergebnissen erhalten. Etwas weniger komplex ist der Inhaltstyp Column, der ebenfalls Inhalte versammelt und diese untereinander reiht.
  • Tabellen: H5P erlaubt die Erstellung einfacher Tabellen und stellt rudimentäre Werkzeuge zur Bearbeitung zur Verfügung. Tabellen können auch aus vorhandenen Office-Dokumenten mit Copy&Paste in H5P integriert werden.
  • Wieder- und Weiterverwendung: Alle H5P-Inhalte können zur Weiterverwendung freigegeben werden
  • Barrierefreiheit: Viele der H5P-Inhaltstypen lassen sich barrierefrei realisieren.

Features: https://blogs.fu-berlin.de/h5pblog/h5p-features/

Praktische Anwendung von H5P
 

Sie haben Interesse am Einsatz von H5P in Ihrer Lehre? Hier erhalten Sie Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie kann ich H5P-Inhalte erstellen?
  • Wie kann ich H5P-Inhalte zur Verfügung stellen?
  • Kann ich meine H5P-Inhalte exportieren?
Beratung und Unterstützung
 

Sie wünschen sich Beratung zum Einsatz von H5P in der Lehre? Sie haben Fragen zur Erstellung von H5P-Elementen in den FU-Blogs und zur Integration in andere FU-Systeme? Melden Sie sich gerne unter digitale-lehre@fu-berlin.de

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Studierende in asynchronen Settings aktivieren

Peertests mit Blackboard
 

Mithilfe dieser Funktion können Studierende Freitextfragen beantworten und anschließend ihre Antworten gegenseitig bewerten. Die Lehrperson legt hierfür Bewertungskriterien fest. Von Vorteil für die Studierenden ist, dass sie sich nicht nur intensiv mit ihren eigenen, sondern auch mit anderen (evtl. widersprüchlichen) Antworten der Peers beschäftigen. Zudem erhalten sie Einblick in Bewertungskriterien, mit denen sie ihre eigene Arbeit fundiert und kritisch reflektieren können. Schließlich können Peertests zu Gruppendiskussionen über die unterschiedlichen Bewertungen von z. B. kontroversen Fragen führen. Je nach Bedarf können Peertests anonym durchgeführt werden.

Tool: Blackboard

Anlegen eines Peertests in Blackboard

  • Leere Inhaltsseite anlegen bzw. zu vorhandener navigieren
  • Im blauen Inhaltsmenü („Inhalt erstellen“ > „Tests“ > „Tools“) unter „Tests“ den Menüpunkt „Selbst- und Peertest“ auswählen
  • Testoptionen festlegen
  • Fragen erstellen
  • Kriterien für jede Frage festlegen
  • Test speichern
Lerntagebuch
 

Gerade in Zeiten fehlender Präsenz empfiehlt es sich, die Lernenden im Blick zu haben. Eine gute Methode ist hierfür das „Lerntagebuch“, in dem die Studierenden in regelmäßigen Abschnitten notieren, was sie inhaltlich gelernt haben & welche Fragen offengeblieben sind. Auch Schwierigkeiten und Herausforderungen sollten dargestellt werden (z. B. Lernorganisation, technische Schwierigkeiten, Lernmotivation, …). Lerntagebücher können persönlich oder anonym geführt werden

Tools: FU-Blog Wordpress, Blackboard-Tagebuch

Kooperation und Kollaboration mit Wikis
 

Das Wiki-System der Freien Universität unterstützt das kooperative und kollaborative Lernen. Aufgaben können gemeinsam bearbeitet, Lösungen anderer eingesehen, Seiten dynamisch gefüllt und vernetzt werden. Über verschiedene Kommentierungsfunktionen können Diskussionen initiiert werden, welche zu Revisionen der „lebenden“ Seiten führen. Die Versionierungsfunktion speichert alle Bearbeitungen der Seiten und erlaubt reflexive Prozesse durch die Nachverfolgung der Bearbeitungshistorie. Durch weitere Funktionalitäten (sog. Makros) lassen sich zudem kooperative Aufgabenlisten, Teamkalender, Dateiablagen und eine Vielzahl weiterer Elemente in das Wiki integrieren.

Tool: FU-Wikis Confluence (https://wikis.fu-berlin.de, FU-Userwikis: https://userwikis.fu-berlin.de/)

One-Minute-Paper
 

Das One-Minute-Paper ist eine Methode, die zum einen den Studierenden ermöglicht, die Veranstaltungsinhalte zu reflektieren und zum anderen Lehrenden dabei helfen kann, Feedback zum Unterricht zu bekommen. Üblicherweise zum Ende einer Veranstaltung werden die Studierenden gebeten, ein paar Fragen zu beantworten (z. B. Was nehmen Sie aus der heutigen Sitzung mit? Welche Fragen sind offengeblieben?). Die Lehrperson liest die Antworten zur Nachbereitung. Offene Fragen und Kritik können dann als Grundlage für den Einstieg in die nächste Sitzung verwendet werden. Zur Umsetzung empfiehlt sich ein Tool, das die Rückmeldungen in einem geschützten Raum ermöglicht.

 Tools: Blackboard-Forum, FU-Wikis Confluence (empfohlen), Blackboard-Blog

Fallarbeit
 

Reale oder fiktive, offene oder geschlossene Fälle werden von den Studierenden bearbeitet. Dazu zählen die Aufgabenanalyse, die Identifizierung der Problemstellungen, das Herausarbeiten von Lösungsansätzen und deren Diskussion sowie Präsentation.

Tools: FU-Wikis Confluence (empfohlen): Dokumentation der Arbeit durch Studierende, Feedback durch Lehrperson mittels Kommentaren), FU-Blogs Wordpress

Freewriting
 

Freewriting ist eine Methode des kreativen Schreibens, bei der nach einem kurzen thematischen Impuls der Lehrperson Studierende mit dem Schreiben beginnen und den Stift erst nach ca. fünf Minuten wieder absetzen. Der Schreibprozess soll unbewusst verlaufen und nicht reflektiert werden. Diese Methode bietet sich u. a. als Einstiegsübung an (z. B. für Grundkonzept zur Rohfassung von Texten).

Tool: FU-Wikis Confluence

Aktivierung durch interaktive H5P-Lernmodule
  H5P bietet die Möglichkeit, interaktive Lerninhalte anschaulich, motivierend und datenschutzsicher zu erstellen und Studierende zum Mitmachen anzuregen. Hier gibt es u.a. interaktive Videos, Dialog Cards, Drag & Drop-Aufgaben oder Timelines. Erfahren Sie mehr über das Tool in unserem H5P-Praxistipp in der nächsten Woche.
Ihre Methoden im Online-Raum
  Welche weiteren Methoden setzen Sie im Rahmen der online-gestützten Lehre ein? Was funktioniert gut, was würden Sie weniger empfehlen? Geben Sie Ihre Erfahrungen weiter und senden Sie eine E-Mail an: digitale-lehre@fu-berlin.de. Wir werden die Hinweise in unseren kommenden Praxistipps berücksichtigen.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Studierende online aktivieren

Icebreaker
 

3 Minuten – 3 Treffer (für kleine & große Gruppen)
Um miteinander in Kontakt zu kommen, werden die Teilnehmenden in Zweiergruppen eingeteilt und haben drei Minuten Zeit, um drei Dinge zu finden, die sie gemeinsam haben. Im Plenum werden ein paar Gemeinsamkeiten aus der Kleingruppe vorgestellt. Mit „3 Minuten – 3 Treffer“ sorgen Sie für einen schnellen sozialen Einstieg ins Online-Seminar.

Linksuche (kleiner Teilnehmerkreis)
Zu Beginn eines neuen Seminars bieten sich Vorstellungsrunden an, z. B. in Form der „Linksuche“: Hier entdecken und nennen die Studierenden Verbindungen untereinander. Dies funktioniert ganz einfach: Eine Person stellt sich vor und geht dabei auf ihre Interessen ein. Wird ein Begriff genannt, mit dem sich jemand anderes identifiziert (z. B. dasselbe Hobby), zeigt dieser einen Link in die Kamera (zwei Finger verhaken) und übernimmt an dieser Stelle, indem er sich selbst vorstellt, bis der Nächste einen Link zeigt. Mit dieser Methode erfahren lernen sich die Teilnehmenden kennen und alle kommen zu Wort.

Tool: Webex

3 Chancen - 3 Bitten
 

Geben Sie drei Stichworte zu dem, was Sie bieten können (Mehrwert für die Teilnahme) und drei Stichworte zu dem, was Sie erwarten und Ihnen wichtig ist (z. B. Code of Conduct; aktive Mitwirkung, da jede Veranstaltung nur so stark ist wie ihre Teilnehmenden; …). Lassen Sie auch die Teilnehmenden Erwartungen einbringen und legen Sie gemeinsam mit Ihnen Ziele und Meilensteine fest (Communitybuilding).

Tool: Webex

Blitzlicht
 

Erstellen Sie eine kurze Abfrage, um schnell eine Meinung zu einem bestimmten Sachverhalt zu erhalten. Ein Blitzlicht kann zu Beginn, während oder am Ende einer Lerneinheit eingesetzt werden. Jede/r Student/in äußert sich reihum in Form von ein bis zwei Sätzen (kleiner Teilnehmerkreis) oder in Form einer Umfrage (viele Teilnehmende).

Tools: Votingo (Umfrage für das Plenum) oder Webex (Wortmeldungen von Einzelpersonen)

Murmelgruppen
 

Zur Auflockerung können bewusst Kurzgespräche integriert werden, wie etwa Murmelgruppen: Zwei Studierende tauschen sich über eine Fragestellung, ein bestimmtes Thema, eine Meinung o. ä. aus (z. B. 3-Minuten-Murmeln); im Plenum geht es dann regulär weiter.

Tool: Webex Breakout Sessions

Energizer
 

Um einer schnell auftretenden Monotonie und Konzentrationsschwierigkeit in Online-Livesettings entgegen zu wirken, bieten sich sog. Energizer an, um kurz an etwas Anderes zu denken, aktiv zu sein und sich dann wieder zu konzentrieren zu können:

Hidden Word: Posten Sie ein Wort in den Chat, aus dem die Teilnehmenden neue Wörter bilden.

Gegenstand: Lassen Sie die Teilnehmenden aufstehen und sich kurz bewegen, um einen bestimmten Gegenstand zu holen (z. B. mit einer bestimmten Farbe, zum Thema passend)

Miniübung (auch bei großen Gruppen): Anstelle von komplexen Aufgaben nach langen Informations- und Zuhörphasen sorgen Sie durch Miniübungen für einen raschen Wechsel der Arbeitsphasen. Lassen Sie Ihre Teilnehmenden zwischendurch etwas schätzen, etwas berechnen, ihre Meinung posten usw.

Tool: Chat, Videositzung

Think Pair Share
 

Bei dieser Methode denken die Studierenden in einem ersten Schritt über eine bestimmte Fragestellung nach (Think). Anschließend tauschen sie sich zu zweit oder in kleinen Gruppen aus und reflektieren ihre Antwort (Pair). Im Plenum oder größeren Gruppen teilen sie dann ihre Lösung (Share).

Tool: Webex Breakout Sessions

Peer Instruction
 

Diese Methode bietet sich für große Vorlesungen an und animiert Studierende, den Veranstaltungsstoff nicht nur passiv zu rezipieren, sondern die Lerninhalte aktiv zu reflektieren, zu interpretieren und mit ihrem Vorwissen zu verbinden. Nach einem Impulsreferat wird eine Multiple-Choice-Frage eingeblendet und die Antworten der Studierenden werden grafisch eingeblendet. In 2er-Gruppen haben die Studierenden einige Minuten Zeit, um von der eigenen Antwort zu überzeugen (peer instruction). Anschließend folgt eine erneute Abstimmung, deren Ergebnisse i. d. R. deutlich besser ausfallen. Durch den Austausch haben die Studierenden aktiv an der Bearbeitung der Frage mitgewirkt, statt nur passiv zuzuhören und abzustimmen. Zentral ist hierbei die Qualität der Fragen, um wirkliches Nachdenken zu erzeugen und typische Fehlvorstellungen herauszulocken.

Mehr zu dieser Methode (Didaktikblog Uni Hohenheim)

Tools: Votingo, Webex-Umfragen

Gruppenpuzzle
 

Es werden Gruppen gebildet, in der sich jedes Mitglied alleine mit einem Thema beschäftigt. Anschließend bilden all diejenigen, die sich mit demselben Aspekt auseinandersetzten eine Expertengruppe und tauschen ihre Ergebnisse aus. Am Ende bringen sich die Mitglieder der Anfangsgruppen ihre jeweiligen Inhalte bei. Eine Auswertung im Plenum sollte sich anschließen.

Mehr zur dieser Methode (e-teaching.org)

Tools: Webex (Plenumsarbeit und Teilgruppen) oder FU-Wiki Confluence (Bereitstellen der Lerninhalte, Wissenssicherung durch Studierende)

6 Richtige im Lotto
 

Zum Einstieg in ein neues Thema kann das Vorwissen abgefragt werden, indem die Studierenden sechs Stichworte zu dem Thema nennen (Varianten: in den Chat schreiben, in Kleingruppen austauschen) Tipp: Ermöglichen Sie „Kamerakarenz“, in der alle ihre Kamera ausschalten können, um sich nicht stetig in Beobachtung zu fühlen.

Tools: Webex (Chat, Whiteboard, Wortmeldungen), Forum, Wiki

Anwendungstipps
 

Greifen Sie gut funktionierende Methoden immer mal wieder im Semesterverlauf auf, um Kontinuität zu erzeugen. Achten Sie auf einen guten Methodenmix (z. B. Inhaltsvermittlung, Aktivierung, Inhaltsvermittlung, Austausch) und verwenden Sie nicht zu viele Methoden. Greifen Sie Kleingruppenarbeit im Plenum auf, um die Formate miteinander zu verzahnen.

Aufgrund teilweiser schlechter Internetverbindung bietet es sich ggf. an, anstelle eines (videobasierten) Live-Austausches eher Methoden zu verwenden, die für asynchrones Lernen geeignet sind. Hierzu erfahren Sie mehr im Folgepraxistipp.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Einige der vorgestellten Aktivierungstipps stammen aus dem Portfolio der sog. Munterrichtsmethoden von Orbium.de. Mehr Informationen und weitere Methoden finden Sie hier.

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Rechtliches zu digitalen Lehr- und Lernräumen

Respektvoller Umgang im digitalen Raum
 

Zum Start des digitalen Sommersemesters 2020 wurde an der Freien Universität Berlin ein „Code of Conduct“ erarbeitet, der Regeln für digitale Lehrveranstaltungen umfasst, die sich aus den üblichen akademischen Standards sowie aus einschlägigen Gesetzen und Richtlinien ableiten. Die Berücksichtigung des „Code of Conduct“ ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilhabe an der digitalen Lehre an der Freien Universität Berlin.

Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in der eigenen Lehre
 

Das Bibliotheksportal PRIMO ermöglicht Zugang zu urheberrechtlich geschützten lokalen und externen Online-Ressourcen. Durch die Einbindung von PRIMO in Ihrem Blackboard-Kurs ist ein Verweis auf diese Texte ganz einfach möglich – und zwar ohne, dass Sie diese Ressourcen anderweitig bereitstellen und gemäß Urheberrechtsgesetzgebung zitieren müssen. Falls Sie z. B. in einer Präsentation Text-Ausschnitte anderer Autorinnen und Autoren benutzen möchten, beachten Sie bitte das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz.

Nutzungsrechte an selbst erstellten Werken erteilen: CC-Lizenzen
 

Schon im digitalen Sommersemester haben Sie sicherlich viele Online-Materialien selbst erstellt. Das können Podcasts sein, Videoproduktionen oder auch Online-Reader im PDF-Format. Falls Sie diese Inhalte auch anderen zur Weiternutzung bereitstellen möchten, so empfehlen wir Ihnen, dafür direkt bei der Erstellung „Creative Commons Lizenzen“ zu vergeben, die eine transparente weitere Verwendung unter den von Ihnen gewählten Bedingungen ermöglichen.

Rechtliche Bedingungen bei der Nutzung von Webex und Vbrick
 

Das zentrale Videokonferenzsystem der Freien Universität Berlin, Webex, und das FU-Videoportal Vbrick Rev sind inzwischen aus dem Alltag der digitalen Lehre an der Freien Universität nicht mehr wegzudenken. Was bei der Verwendung der Dienste hinsichtlich des Datenschutzes zu beachten ist, finden Sie in den jeweiligen Datenschutzinformationen:

Anwendungstipp
 

Bitte seien Sie sensibilisiert gegenüber den rechtlichen Gegebenheiten, die die Online-Lehre mit sich bringt. Dazu gehört auch, dass der digitale Raum ein wertschätzender und geschützter Raum ist. Daher empfehlen wir u. a. Folgendes:

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Abstimmungen in Online-Settings

Nutzungsmöglichkeiten
 

Mit Votingo und Webex können Abfragen ohne großen technischen oder zeitlichen Aufwand durchgeführt werden. Der Vorteil: Die Ergebnisse liegen sofort vor und können im Zuge der Veranstaltung präsentiert werden. Die Umfragetools eignen sich zum Beispiel, um in Online-Settings schnell und unkompliziert

  • das Verständnis zentraler Lehrinhalte abzufragen und auf Verständnisschwierigkeiten direkt zu reagieren,
  • Meinungsbilder zu erheben,
  • Feedback einzuholen und Abstimmungen durchzuführen (z. B.: Sind die Studierenden mit dem Aufgabenformat gut zurechtgekommen? Welcher Termin für ein nächstes Treffen passt am besten?)
  • lebhafte Diskussionen zu initiieren, indem z. B. zu Beginn einer Veranstaltung über eine kontroverse Frage abgestimmt wird,
  • das weitere Seminargeschehen zu bestimmen (z. B. Themenauswahl, Peer Instruction) u. v. m.
Umfragen in Webex
 

In Live-Veranstaltungen via Webex können Sie die aktivierende Wirkung kurzer Umfragen nutzen. Hierfür stehen drei gängige Fragetypen zur Verfügung: „Multiple-Choice - Eine richtige Antwort", "Multiple-Choice - Mehrere richtige Antworten" oder "Kurze Antwort“.

Die Umfrage kann direkt in der Veranstaltung oder vorab erstellt werden, sie ist zeitlich begrenzbar (z. B. 5 Min.) und während der Durchführung können Sie die Beteiligung live verfolgen.

Wichtiger Hinweis: Die Ergebnisse werden direkt und anonymisiert angezeigt (z. B. prozentuale Verteilung). Gastgeber können jedoch personalisierte Einzelauswertungen herunterladen. Dies sollte Studierenden transparent gemacht werden. Sind anonyme Umfragen gewünscht, empfiehlt sich das nachfolgende Tool Votingo.

Umfragen mit Votingo
 

Während Webex-Umfragen ein Zusatzfeature darstellen, ist Votingo ein sog. Audience-Response-System (ARS). Die Vorteile:

  • Umfragen sind live (z. B. in einer Videokonferenz) oder asynchron, auch ohne Zeitlimit und unabhängig vom Login durchführbar
  • Es können beliebig viele Umfragen, auch parallel, durchgeführt werden
  • Umfragen können vollständig anonymisiert durchgeführt werden
  • Die Fragen ermöglichen die Einbettung von Hinweisen, Lösungen, Lösungsbeschreibungen und Bildern
  • Es existieren verschiedene Ergebnisansichten (Tabellen, Diagramme, Wortwolke); ein Export nach Excel (inkl. Statistiken) ist möglich
  • Umfragen können auf der Plattform zentral verwaltet werden (Fragen, zusammengestellte Umfragen, Ergebnisse)
  • Das Teilen von Fragen/Umfragen/Ergebnissen ist möglich (z. B. mit Co-Dozierenden oder stud. Mitarbeitenden)

Voraussetzungen:

Zur Erstellung der Umfragen wird der FU-Account und Zugang zum Universitätsnetz (vor Ort, Eduroam, VPN) benötigt. Neben Lehrenden können also auch Tutoren oder studentische Mitarbeitende Votingo-Umfragen erstellen.

Weitere Informationen:

Ihr Feedback ist gefragt! Erfahrungen mit Votingo & Webex:
  Votingo und Webex-Umfragen sind neue Anwendungen der Freien Universität, um den Bedarfen nach schnellen Umfragemöglichkeiten gerecht zu werden. Wie funktioniert der Einsatz in Ihrer Lehre? Welche Szenarien würden Sie weiterempfehlen? Was läuft noch nicht reibungslos bzw. stört Sie etwas? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit, damit die Tools für Sie weiterentwickelt werden können: digitale-lehre@fu-berlin.de
NEU: Online-Sprechstunde zum digitalen Wintersemester
 

Gerade zu Semesterstart stellen sich viele Fragen. Um diese zu klären und sich auszutauschen, bietet CeDiS gemeinsam mit der ZEDAT eine Sprechstunde an, in der Sie nach einer kurzen Themeneinführung alle Fragen rund um die digitale Lehre stellen können.

Überblick über die Online-Sprechstunden

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Tools für die digitale Lehre an der Freien Universität Berlin

Vbrick Rev zur Bereitstellung von Videoinhalten
 

Vbrick Rev ist die Videoplattform der Freien Universität. Sie kann für die Aufzeichnung, Bearbeitung und Bereitstellung von Audios und Videos verwendet werden - z. B. für Veranstaltungsaufzeichnungen, Livestreams, Lehrfilme, Tutorials, Interviews, Podcasts oder das Streamen von Videokonferenzen.

Camtasia und Snagit: Produktion eigener Videos
 

Camtasia und Snagit sind Werkzeuge zur Erstellung von Anleitungen, Lernvideos und Präsentationen aus Bildschirm-Inhalten. Mit Snagit werden Präsentationen als Abfolge von Screenshots erstellt, mit Camtasia Videos aus Bildschirmaufnahmen.

Webex für Live-Vorträge und -Kommunikation
 

Das im April eingeführte System zur Echtzeit-Kommunikation mit Audio- und Videounterstützung wurde im Sommersemester viel genutzt und eignet sich u. a. für Lehrvorträge, Referate, Diskussionen, Sprechstunden und Live-Gruppenarbeiten. Nützliche Funktionen sind bspw. Teilgruppen, Umfragen, Protokolle, Whiteboard und Chat.

Votingo für Online-Abstimmungen
  Mit dem Audience Response System Votingo können Befragungen ohne großen technischen oder zeitlichen Aufwand durchgeführt werden. Der Vorteil: Die Ergebnisse liegen sofort vor und können im Zuge der Veranstaltung präsentiert werden. Wenn Sie sich für einen Account interessieren, wenden Sie sich bitte an: support@cedis.fu-berlin.de.
H5P für anschauliche Lerninhalte
 

H5P bietet die Möglichkeit, interaktive Lerninhalte anschaulich, motivierend und datenschutzsicher zu erstellen und die Studierenden zum Mitmachen anzuregen. Typische Einsatzszenarien sind interaktive Videos, Dialog Cards, Drag & Drop-Aufgaben oder eine Timeline.

FU-Blogs zur Dokumentation & Kommunikation 
 

Berichte über Lernaktivitäten wie ein Lern- oder Lesetagebuch, die Publikation und Diskussion von Ergebnissen, Erkenntnissen und Meinungsbildern, das Teilen relevanter Quellen sowie der Austausch von Erfahrungen und Tipps sind typische Einsatzformen von Blogs. Sie können geschlossen, für FU-Mitglieder oder für die Öffentlichkeit geführt werden.

FU-Wikis für kooperatives & kollaboratives Arbeiten
 

Wikis dienen v. a. dem „Collaborative Authoring“ und der Kommentierung bzw. Diskussion von Texten. Auch die Präsentation studentischer Arbeiten, der Aufbau strukturierter Quellensammlungen oder die multimediale Dokumentation von Texten, Audios und Videos sind gängige Einsatzformen. Sie können geschlossen, für FU-Mitglieder oder für die Öffentlichkeit geführt werden.

Blackboard – die zentrale Lernplattform
 

Als zentrale Lernplattform der Freien Universität ermöglicht Blackboard die Bereitstellung und Verlinkung von Lerninhalten, die Diskussion und Kommunikation via Foren oder Gruppenseiten im geschützten Raum sowie (anonyme) Umfragen und Selbsttests.

Weitere Online-Tools an der Freien Universität
 

Einen Überblick über die vorgestellten Systeme und weitere nützliche Anwendungen finden Sie unter:

Toolnutzung: Fortbildungen & Selbstlernmodule
 

In Fortbildungen, Selbstlernmodulen und Sprechstunden können Sie sich mit den digitalen Werkzeugen vertraut machen. Aktuelle Online-Seminare gibt es u. a. zu Votingo, Wikis, Blogs, Camtasia, CMS und oXygen/XML.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Arbeiten mit der neuen Teilgruppen-Funktion in Webex Meetings

Voraussetzungen

Teilgruppen in Webex Meetings können Sie sowohl bei der Nutzung der Meetings Desktop App  (Windows & Mac) als auch über die Web App im Browser (z. B. unter Linux) einrichten. Auch mit mobilen Geräten können Teilnehmende in Teilgruppen arbeiten.

Wichtig: Achten Sie auf eine aktuelle Version der Desktop App bzw. der mobilen App!

Wie funktioniert`s? 
  1. Teilgruppensitzungen aktivieren (bereits beim Ansetzen oder im Meeting im Menü „Teilgruppen“) - erst dann ist der Teilgruppen-Button verfügbar
  2. Gruppen anlegen und Teilnehmende zuweisen: automatisch (nicht zufällig) oder manuell; aktuell ist ein eigenständiger Beitritt durch die Studierenden nicht möglich
  3. Einstellungen vornehmen (z. B. automatisches Beenden, Countdown-Anzeige für Teilnehmende)
  4. Gruppen starten (die Teilnehmenden erhalten einen Hinweis und treten mittels einer Bestätigung bei)
  5. Teilnehmende zurückbitten, Gruppen beenden 
  6. Gruppen (im gleichen Meeting) wiederverwenden oder neu zusammenstellen
Aufgaben bearbeiten in Teilgruppen

Aufgabenstellung bereitstellen

Einzelne Fragen für eine kurze Austauschphase (siehe z. B. „Murmelgruppen“, „Think-Pair-Share“ im vorangegangenen Praxistipp) können Sie im Hauptmeeting in den Chat posten. Die Teilnehmenden können sich die Frage kopieren und in ihren Teilgruppenchat einfügen, um sie bei ihrem Austausch im Blick zu haben.

Komplexere Aufgaben bzw. Fragestellungen, die einer vorherigen Reflektion und Überlegung bedürfen, sollten eher vorab bereitgestellt werden, z. B. als Datei in Blackboard oder auf vorbereiteten FU-Wiki-Seiten, die auch gleich zur Ergebnis-Dokumentation genutzt werden können.
Tipp: Eine Person kann die Datei oder Wiki-Seite in der Teilgruppensitzung freigeben. Sie sollte per Desktop App oder mobiler App beigetreten sein.

Überdies haben Sie die Möglichkeit, kurze Messages an die Gruppen zu schicken, die den Teilnehmenden als Pop-Up im Gruppenraum erscheinen (z.B. „Denken Sie an …“, „Bitte beenden Sie nun …“)

Möglichkeiten zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen

  • Wiki-Seite (per Freigabe): auf einer Seite im FU-Wiki können eine verantwortliche Person oder bis zu 12 Leute gleichzeitig schreiben (Tabellen: 1 Person pro Zelle); die Änderungen sind sofort im freigegebenen Webex-Modus sichtbar.
  • Datei (per Freigabe): eine verantwortliche Person schreibt, weitere beteiligen sich ggf. über die „Kommentieren“-Funktion
  • Protokoll (individuell): eine verantwortliche Person schreibt (für die anderen nicht einsehbar). Das Protokoll wird automatisch mit in die Hauptsitzung genommen.
  • Chat: der Chat kann als .txt-Datei gespeichert werden
  • Whiteboard: bislang nur von mobilen Geräten aus freizugeben, eingeschränkt gemeinsam nutzbar; Vollversion in Entwicklung

Ergebnis-Präsentation

In der Hauptsitzung können die Gruppen-Ergebnisse von der jeweils verantwortlichen Person freigegeben oder in den Chat gepostet werden. Wenn ein Wiki genutzt wird, können Sie dieses auch selbst freigeben.

Anwendungstipp

Moderation in den Teilgruppen

In den Teilgruppen weist Webex automatisch einer Person die Moderatorenrolle zu - erkennbar am „Webex-Ball“ neben dem Namen in der Teilnehmerliste. Diese Rolle ist jedoch nicht fix, sondern wird automatisch immer an die Person weitergegeben, die gerade Inhalte freigibt. Die Teilnehmenden müssen sich daher intern abstimmen, wer wann etwas freigibt.

Tipp: Lassen Sie die Teilgruppen eine Moderatorin oder einen Moderator wählen. Diese Person hat die Aufgabe, die Inhalte freizugeben und die Dokumentation der Arbeitsergebnisse zu koordinieren. Ebenso empfiehlt es sich im Online-Raum, dass eine (andere) Person auf die Einhaltung der Zeiten achtet.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0.

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Bedarfe und Neuerungen in Webex

Bedarfe

Welche Fragen beschäftigen Sie aktuell und welche Themen wünschen Sie sich für die Praxistipps im Hybridsemester? Klicken Sie auf den nachfolgenden Link (2-Minuten-Umfrage):

Webex Update

Webex bietet ein neues Design und virtuelle Hintergründe, um die Umgebung nach individuellem Bedarf anzupassen. Weitere Neuerungen sind Breakout Sessions mit Videos (siehe Teilnehmeraktivierung), die Lobbyfunktion und die neue Rolle „Co-Host“:

Teilnehmeraktivierung in Webex

Webex bietet gute Möglichkeiten zur Wissensvermittlung - z. B. Videovorträge, Präsentationen oder Vorlesungen. Allerdings lassen sich Studierende mit aktivierenden Methoden oft besser erreichen als mit reinem „Input“. Die Funktionen Umfragen und Teilgruppensitzungen (Breakout Sessions) ermöglichen eine höhere Beteiligung Studierender sowie kooperatives Arbeiten:

Kurze Umfragen:

  • Ziel: Aktivierung, Abstimmung (z. B. schnelles Abfragen des Wissensstandes, Einholung von Meinungen)
  • Funktionen: Mutiple-Choice, Kurzantworten
  • Erstellung vor oder auch spontan während der Veranstaltung
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung (Webex-Wiki)

Murmelgruppen / Think Pair Share

  • Ziel: Kurzaktivierung, Interaktion, Auflockerung des Frontalunterrichts (z. B. Reflektion von Lehrinhalten, Meinungsaustausch, Beantwortung von Leitfragen)
  • Für große Vorlesungen, Seminare und Tutorien geeignet
  • Methode:
    1.: Studierende denken über eine bestimmte Fragestellung nach. 2.: In kleinen Gruppen tauschen sie sich darüber aus (Murmeln). 3. Im Plenum oder größeren Gruppen teilen sie ihre Lösung (Share-Methode).
  • Technische Realisierung: (automatische) Einteilung von Paaren oder Kleingruppen mittels der Teilgruppenfunktion

Teilgruppensitzungen in Webex-Meetings

Anwendungstipp
Während der Breakout Sessions können Sie Nachrichten an die Gruppen verschicken, den Gruppen bei Hilfeanfragen beitreten oder auch die Teilgruppen automatisch (mit Vorankündigung) schließen.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0.

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Consulting & Support

Consulting
Vom CeDiS Consulting erhalten Sie individuelle Beratung und Unterstützung bei der Konzeption Ihrer digitalen Lehr- und Forschungsvorhaben. 
Kontakt: consulting@cedis.fu-berlin.de

Support
Der CeDiS Support beantwortet Ihre Nutzeranfragen zur Bedienung der folgenden zentralen Systeme der Freien Universität: Blackboard, CMS, FU-Wikis, FU-Blogs.
Kontakt: support@cedis.fu-berlin.de
Hotline: +49 30 838-54900 (Mo–Fr: 11–13 und 14–17 Uhr)