"Oral-History.Digital" - Informationsinfrastruktur für die Erschließung, Recherche und Annotation von audiovisuellen narrativen Interviews

 

Oral-History.Digital Projektlogo


Projektlaufzeit: 2020 – 2023

Projektpartner: 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 437972564

Projektwebseite: http://oral-history.digital/

Projektbeschreibung

Das Projekt Oral-History.Digital konzipiert und implementiert eine digitale Informationsinfrastruktur für wissenschaftliche Sammlungen von audiovisuell aufgezeichneten narrativen Interviews, v.a. für die zeitgeschichtliche Forschung. Die Arbeitsumgebung unterstützt sammelnde Institutionen und Forschungsprojekte bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung sowie der sammlungsübergreifenden Recherche, Annotation und Auswertung.

Interviewprojekte können Audio- und Video-Interviews mit zugehörigen Transkripten, Biographien, Bildern etc. einstellen, bearbeiten und mittels einer differenzierten Nutzerverwaltung den wissenschaftlichen Communities zugänglich machen. Das konfigurierbare Set von teils bewährten, teils neu entwickelten Werkzeugen unterstützt die mit den Interviews arbeitenden Forscher/innen bei der sammlungsübergreifenden Suche über Metadaten und timecodierte Volltexte und bei der Annotation von Suchergebnissen.

Die Infrastruktur umfasst ein Metadaten-Repositorium, einen Medienserver für Transkodierung und Streaming, eine Erschließungsumgebung mit Werkzeugen zur Transkription, Alignierung und Indexierung und eine Rechercheumgebung mit sammlungsübergreifender Suche. Die Modellierung und Zusammenführung heterogener Bestände erfolgt mit Hilfe des DARIAH-DE Data Modeling Environment. Ein differenziertes Rechtemanagement schützt die Persönlichkeitsrechte der Interviewten. Durch standardisierte Metadatenformate und automatisches Harvesting sichert Oral-History.Digital die Sichtbarkeit der Sammlungen. Die Langzeitarchivierung wird mit Persistent Identifiers über CLARIN gewährleistet die dauerhafte Verfügbarkeit der Interviews.

Mit dem Center für Digitale Systeme an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, dem Archiv Deutsches Gedächtnis der FernUniversität in Hagen und der Werkstatt der Erinnerung an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg bringen die größten Oral History-Einrichtungen in Deutschland ihre umfangreichen Sammlungsbestände in eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur ein. Sie nutzen ihre langjährigen Erfahrungen, ihre vorhandene Software-Basis und ihre Vernetzung in der Fachcommunity für die breite Erprobung und nachhaltige Nutzung der Erschließungs- und Rechercheumgebung.

An der Universität Erlangen-Nürnberg wird diese fachspezifische Informationsinfrastruktur für komparative Studien zur Oral History der Migration erprobt. Das Bayerische Archiv für Sprachsignale der Universität München gewährleistet die Langzeitarchivierung und das Metadaten-Harvesting und unterstützt die Interviewerschließung und -analyse mit linguistischer Expertise und Software. Der Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Bamberg verantwortet die Datenmodellierung und unterstützt die Arbeiten zu Suchfunktionalitäten und Rechtemanagement. Weitere Forscher/innen aus der Linguistik, der Sozialwissenschaft, der Bildungswissenschaft und der Anthropologie evaluieren das zukünftige Potenzial von Oral History-Interviews für die Forschung anderer Disziplinen.

Das Projekt wird von 1.10.2020 bis 30.9.2023 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Projektleitung:

Dr. Cord Pagenstecher, Dr. Andreas Brandtner

Projektmitarbeiter/innen:


Consulting & Support

Consulting
Vom CeDiS Consulting erhalten Sie individuelle Beratung und Unterstützung bei der Konzeption Ihrer digitalen Lehr- und Forschungsvorhaben. 
Kontakt: consulting@cedis.fu-berlin.de

Support
Der CeDiS Support beantwortet Ihre Nutzeranfragen zur Bedienung der folgenden zentralen Systeme der Freien Universität: Blackboard, CMS, FU-Wikis, FU-Blogs.
Kontakt: support@cedis.fu-berlin.de
Hotline: +49 30 838-54900 (Mo–Fr: 11–13 und 14–17 Uhr)