Online-Lehre: Praxistipps

News vom 29.06.2020

Liebe Lehrende,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Online-Selbsttests sind bei vielen Studierenden beliebt und können im Rahmen eines digitalen Lehrszenarios unterschiedliche Funktionen erfüllen: Klassischerweise überprüfen Lernende mithilfe von Selbsttests ihren Lernstand in Bezug auf zuvor vermittelte Inhalte. Wissenslücken können so gezielt aufgedeckt und Hinweise für zusätzliche Lernaktivitäten gegeben werden. Auch Probeklausuren lassen sich auf diese Weise realisieren. Darüber hinaus eignen sich Selbsttests, um vorab eine Rückmeldung zu Eingangsvoraussetzungen und Wissensstände zu geben; bei Bedarf können die Ergebnisse mit den Studierenden gemeinsam besprochen werden. Lernbegleitend können Selbsttests eine methodische Abwechslung bieten und so die Motivation der Lernenden erhöhen, sich mit Inhalten einer Lehrveranstaltung noch einmal unter einer anderen Perspektive auseinanderzusetzen. So kann z.B. das strukturierte Erarbeiten von Texten mithilfe gezielter Leit- und Reflexionsfragen per Selbsttest unterstützt werden.

Praxistipp diese Woche:

Selbsttests mit Blackboard erstellen
 

Unter Verwendung des Kurs-Tools "Tests, Umfragen und Pools" können Sie im Blackboard-Kurs Ihrer Lehrveranstaltung Selbsttests umsetzen und den Veranstaltungsteilnehmenden zur Verfügung stellen. Durch entsprechende Strukturierung des Kurses kann der Test mit weiteren Lehrmaterialien kombiniert und auf diese Weise einfache Lerneinheiten erstellt werden.

Selbsttest mit H5P erstellen
 

H5P ist eine Open-Source-Software, mit der Sie didaktisch sinnvolle und visuell ansprechende Selbsttests schnell umsetzen können (vgl. Praxistipp 1). Dazu stehen eine Vielzahl an Fragetypen zur Verfügung. An der Freien Universität können Sie H5P-Elemente im Rahmen eines eigenen Wordpress-Blogs über das dort installierte Plugin erstellen. Im Anschluss ist es auch möglich, die erstellten H5P-Elemente in einen Blackboard-Kurs oder ein Wiki einzubinden.

Anwendungstipp
Bei der Gestaltung und Durchführung von Selbsttests sind neben der inhaltlichen Konzeption weitere Aspekte zu beachten. Bei Blackboard ist es z.B. wichtig zu entscheiden, ob die Testergebnisse für die Lehrperson(en) zugänglich sein sollen oder ob die Studierenden die Tests anonym und beliebig oft durchführen können. Beide Varianten haben jeweils Vor- und Nachteile: Hat die Lehrperson Zugriff auf die Ergebnisse, kann sie diese für inhaltliche Schwerpunktsetzungen und für individuelle Rückmeldungen nutzen. Können Studierende den Tests anonym und beliebig oft ausfüllen, kann dies Freiräume für das selbständige Lernen eröffnen, wenn der – vielleicht nur subjektiv wahrgenommene – Druck, gute Ergebnisse liefern zu müssen, entfällt. Nutzen die Studierenden erstmalig anonyme Selbsttests, empfiehlt es sich, ihnen den Background-Bereich von Blackboard zu zeigen (z.B. in einer Live-Session, via Screenshot), um eventuellem Misstrauen, ob die Dateneingabe tatsächlich anonym ist, vorzubeugen.
News: Vbrick-Schnittstelle zu Blackboard
 

Es gibt nun eine funktionale Schnittstelle zwischen dem LMS Blackboard und der FU-Videoplattform Vbrick Rev, die es erlaubt, einen Channel aus einem Blackboard-Kurs heraus in Vbrick Rev anzulegen und die dort angemeldeten Teilnehmen-den automatisch in diesem Channel anzumelden:

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0.

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