Praxistipps & Handreichungen zum Download

Liebe Lehrende, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Pandiemie stellt uns alle vor eine besondere Herausforderung. Präsenzlehre lässt sich nicht 1:1 auf Online-Lehre übertragen, weshalb es jetzt einer angepassten Vorbereitung und Durchführung der Lehrveranstaltungen sowie Betreuung der Studierenden bedarf.

Ergänzend zu unserer Webseite Online Lehren & Lernen sowie dem Community-Blog versorgt die neue Reihe Online-Lehre: Praxistipps Sie auf Wunsch maximal einmal pro Woche mit zentralen Informationen.

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Praxistipps zum Wintersemester 2020/21

Lerninhalte anschaulich & aktivierend aufbereiten mit H5P

Einsatzform "Wissen aufbereiten"
 

Mit über 40 Inhaltstypen bietet H5P vielfältige Ansätze, Wissen interessant und anschaulich aufzubereiten. Zentral hierbei ist: Man muss sich kurzfassen. Das technische Format lässt nichts anderes zu. Dies erfordert eine didaktische Reflexion der Inhalte.

Zudem ist H5P offen für die Verwendung bereits bestehender Materialien. Mit dem Inhaltstyp „Interactive Video“ können bspw. lokal gespeicherte Videos oder Streams von Videoplattformen mit zusätzlichen Features wie Multiple-Choice-Quizzes, Drag&Drop-Aufgaben oder ergänzenden Hinweisen versehen werden.

Einsatzform "Wissen abfragen"
 

Neben klassischen Multiple-Choice-Quizzes kann H5P auch andere Formen der Wissensabfrage darstellen. Hierzu gehören Lückentexte, Drag&Drop-Aufgaben oder Essays, die bestimmte, zuvor festgelegte Wörter enthalten. Die Abfragemöglichkeiten können zur Vor- und Nachbereitung einer Veranstaltung genutzt werden, um die Selbstlernphase abwechslungsreich und feedbackorientiert zu gestalten.

Einsatzform "Studierende aktivieren"
 

H5P hält verschiedene Werkzeuge bereit, die zum Mitmachen animieren. Hier zählen z. B. die Inhaltstypen „Image Hotspots“ und „Cornell Notes“:

Blick in die FU-Praxis
 

Die nachfolgenden beiden Praxisbeispiele geben einen Einblick, wie H5P in der Lehre an der Freien Universität Berlin eingesetzt wird:

Integration in die FU-Systeme
 

H5P-Inhalte werden im Blogsystem der Freien Universität Wordpress erstellt und können dort veröffentlicht werden (vgl. Praxistipp zu Blogs an der FU). Auch eine Einbettung in andere Systeme der FU ist möglich: Jeder H5P-Inhalt hat einen Einbettungscode, der in andere FU-Systeme integriert werden kann.

  • Im FU-Wiki Confluence (vgl. Praxistipp zu Wikis an der FU) wird H5P über das „+-Zeichen“ (weiteren Inhalt einfügen) und mit der Auswahl „Externe Inhalte datenschutzkonform“ eingebunden. Hier wird der Name des Dienstes (H5P) und der Einbettungscode eingegeben. Der H5P-Inhalt steht dann im Wiki zur Verfügung.
  • Ähnlich sieht die Integration in Blackboard aus. Dort kann in alle Elemente, die ein Textfeld mit HTML-Knopf bereithalten auch der H5P-Einbettungscode integriert werden. Danach steht der Inhalt in Blackboard zur Verfügung.
H5P Features
 

H5P stellt darüber hinaus nützliche weitere Features zur Verfügung:

  • Interaktive Bücher: Hierbei handelt es sich um ein Sammelwerkzeug, in das mehrere H5P-Inhalte geladen und angeordnet werden können. Die Studierenden können dann digital in H5P-Inhalten blättern, Aufgaben lösen und Feedback zu den Ergebnissen erhalten. Etwas weniger komplex ist der Inhaltstyp Column, der ebenfalls Inhalte versammelt und diese untereinander reiht.
  • Tabellen: H5P erlaubt die Erstellung einfacher Tabellen und stellt rudimentäre Werkzeuge zur Bearbeitung zur Verfügung. Tabellen können auch aus vorhandenen Office-Dokumenten mit Copy&Paste in H5P integriert werden.
  • Wieder- und Weiterverwendung: Alle H5P-Inhalte können zur Weiterverwendung freigegeben werden
  • Barrierefreiheit: Viele der H5P-Inhaltstypen lassen sich barrierefrei realisieren.

Features: https://blogs.fu-berlin.de/h5pblog/h5p-features/

Praktische Anwendung von H5P
 

Sie haben Interesse am Einsatz von H5P in Ihrer Lehre? Hier erhalten Sie Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie kann ich H5P-Inhalte erstellen?
  • Wie kann ich H5P-Inhalte zur Verfügung stellen?
  • Kann ich meine H5P-Inhalte exportieren?
Beratung und Unterstützung
 

Sie wünschen sich Beratung zum Einsatz von H5P in der Lehre? Sie haben Fragen zur Erstellung von H5P-Elementen in den FU-Blogs und zur Integration in andere FU-Systeme? Melden Sie sich gerne unter digitale-lehre@fu-berlin.de

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Online-Betreuung

E-Moderation: Die Rolle der Lehrperson
 

Kommunikationswerkzeuge und Online-Lernmedien sind keine Selbstläufer. Die Online-Betreuung durch die Lehrperson ist essentiell für das Gelingen digitaler Lehre. So reicht die alleinige Bereitstellung von Lernmaterialien und Kommunikationstools mit dazugehörigen Aufforderungen wie bspw. "Diskutieren Sie dies bitte im Forum" nicht aus, um einen Austausch in Gang zu bringen, Studierende zum Mitmachen anzuregen oder Gruppenarbeiten zu initiieren (s. u.). Was aber steckt hinter dem Begriff „E-Moderation“ und welche Betreuungsbereiche sind damit verbunden?

E-Moderation ist die ziel- bzw. curriculumsorientierte Steuerung und Leitung der Kommunikation und des Austauschs von Lern- und Arbeitsgruppen“.

(M. Ebner et al. (2013). Kommunikation und Moderation. IN M. Ebner & S. Schön (Hrsg.) Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien, 2. Auflage, epubli gmbH Berlin).

Verbunden sind damit

  • organisatorisch-administrative Aufgaben
  • motivational-soziale Aufgaben (z. B. Förderung des eigenverantwortlichen Lernens, Impulse zur aktiven Teilnahme, Schaffen einer positiven Lernatmosphäre, Begleitung der Gruppenprozesse)
  • didaktisch-vermittelnde Aufgaben (z. B. Anstoß der Lernprozesse, Lernhilfen)
  • fachliche Aufgaben (z. B. inhaltliche Betreuung der Studierenden, Bereitstellung von Zusammenfassungen)

Diese Aufgaben sind je nach Szenario, Voraussetzungen der Studierenden oder Veranstaltungsfortschritt unterschiedlich gewichtet. Sind mehrere Betreuungspersonen vorhanden, empfiehlt sich eine klare Aufgabenteilung (z. B. Fachtutor/in, Gruppentutor/in).

Siehe auch „Bedeutung der Teletutoriellen Betreuung“ (PDF)

Asynchrone Online-Lernaktivitäten betreuen (Forum, Blog, Wiki)
1. Günstige Ausgangsbedingungen schaffen
 

Zum Gelingen der Online-Kommunikation ist es hilfreich, folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Werkzeug einrichten: Eine inhaltliche Grundstruktur erleichtert es den Teilnehmenden, sich aktiv zu beteiligen und eigene Inhalte einzustellen; leere Seiten oder bereits ausformulierte Inhalte sind dagegen wenig aktivierend.
  • Ziele/Abfolge planen: Was soll am Ende der Sitzung erreicht werden? Wie?
  • Mehrwert deutlich machen, rechtzeitig über den Einsatz informieren, Studierende mit der Technik vertraut machen (Testbereich anlegen, Start-Tipps geben)
  • „Kommunikationsregeln“ vereinbaren (z. B. Länge/Form der Beiträge, Mindestanzahl, Verhalten): In Online-Lerngemeinschaften gibt es häufig „passive“ Teilnehmende, die alles lesen, sich aber nicht aktiv beteiligen und keine Beiträge einstellen. Um eine gleichberechtigte Beteiligung zu gewährleisten, empfiehlt sich die gemeinsame Entwicklung von „Spielregeln“.
2. Einstieg: Die Diskussion und die Mitarbeit initiieren
 

Um den Austausch anzuregen, bieten sich folgende Schritte an:

  • Erwartungen, Zwischen- und Endziele klar kommunizieren.
  • Diskussionsförderliches Klima schaffen: die „Soziale Präsenz“ unterstützen und die Bildung einer Online-Gemeinschaft fördern(die kollektive Arbeit im Wiki, ein Erfahrungsaustausch im Blog oder eine interessensgeleitete Diskussion im Forum fördert die Entstehung eine Community mit einem gemeinsamen Ziel, was zu einer höheren Beteiligung führt)
  • Zu Beginn die Beteiligung der Studierenden höher werten als die Qualität der Beiträge: Eine zu kritische Antwort in der Anfangsphase vermittelt den Studierenden das Gefühl, dass die Beteiligung „riskant“ ist.
  • Klare Kommunikationsanlässe schaffen: Eine Aufforderung wie "Diskutieren Sie den Text bitte im Forum" (s.o.) reicht nicht aus. Eine solch schlichte Aufforderung zur Kommunikation bleibt oft ohne Feedback und ist wenig geeignet, kommunikative Lernprozesse in Gang zu setzen, die darauf ausgerichtet sind, bestimmte Lernziele zu erreichen. Kommunikative Lernprozesse im Online-Raum werden vor allem durch konkrete Lernaufgaben geschaffen.
  • Aufgaben gut strukturieren und im digitalen Raum nicht zu komplex gestalten.
3. Durchführung: Die Diskussion und die Mitarbeit am Laufen halten
 

Kommunikations- und Kooperationswerkzeuge wie Foren, Blogs oder Wikis leben von der aktiven Mitwirkung der Teilnehmenden und bedürfen einiger Aktivitäten, um aufrecht gehalten zu werden:

  • Anlässe zur weiteren Teilnahme schaffen (neue Impulse setzen, Reflexion fördern, widersprüchliche Ansichten aufzeigen)
  • Verbindlichkeit schaffen (z. B. Anzahl von Mindestbeiträgen, aktive Beteiligung für die Vergabe)
  • Zeitnah Feedback geben (innerhalb von 24 bis 48 Std.). TIPP: Sie können sich per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde.
  • Wertschätzungfür die Beiträge geben, negative Kritik im öffentlichen Raum meiden (hierfür E-Mail nutzen)
  • Übersichtlichkeit schaffen (z. B. zu jedem Themenabschnitt ein Forum, eine Blog-Kategorie, eine Wiki-Seite) und Inhalte stetig aktualisieren.
  • In neue Themen kurz einführen, inhaltliche Bezüge zwischen den Beiträgen herstellen und die Diskussion am Ende eines thematischen Blocks zusammenfassen (lassen).
  • Für gutes Gruppenklima sorgen (Gemeinschaftsgefühl aufbauen, die rein „Zuschauenden“ zur aktiven Teilnahme motivieren)
  • Falls keine Beiträge kommen: Gründe erfragen, gezielt Teilnehmende anschreiben; wenn gar nichts geht: Einsatzszenario überdenken.
4. Abschluss: Die Diskussion beenden und nachbereiten
 
  • Studierende informieren, dass die Aktivität / moderierte Diskussion bald beendet wird
  • Ergebnisse zusammenfassen (lassen)
  • Weitere Verwendung der Arbeitsergebnisse klären (z. B. Vorarbeit für Klausur, Grundlage für neue Inhaltsseite, Veröffentlichung)
  • Hinweise auf Materialien zur Vertiefung geben
  • Feedback einholen
Checkliste zum Ausdrucken
 

In Form einer Checkliste fasst das nachfolgende Dokument die obigen Punkte zusammen und gibt einen Überblick, auf was bei der Moderation und Betreuung asynchroner Lernaktivitäten im Online-Raum zu achten ist.

>> Checkliste zur Betreuung asynchroner Lernaktivitäten (PDF)

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Studierende in asynchronen Settings aktivieren

Peertests mit Blackboard
 

Mithilfe dieser Funktion können Studierende Freitextfragen beantworten und anschließend ihre Antworten gegenseitig bewerten. Die Lehrperson legt hierfür Bewertungskriterien fest. Von Vorteil für die Studierenden ist, dass sie sich nicht nur intensiv mit ihren eigenen, sondern auch mit anderen (evtl. widersprüchlichen) Antworten der Peers beschäftigen. Zudem erhalten sie Einblick in Bewertungskriterien, mit denen sie ihre eigene Arbeit fundiert und kritisch reflektieren können. Schließlich können Peertests zu Gruppendiskussionen über die unterschiedlichen Bewertungen von z. B. kontroversen Fragen führen. Je nach Bedarf können Peertests anonym durchgeführt werden.

Tool: Blackboard

Anlegen eines Peertests in Blackboard

  • Leere Inhaltsseite anlegen bzw. zu vorhandener navigieren
  • Im blauen Inhaltsmenü („Inhalt erstellen“ > „Tests“ > „Tools“) unter „Tests“ den Menüpunkt „Selbst- und Peertest“ auswählen
  • Testoptionen festlegen
  • Fragen erstellen
  • Kriterien für jede Frage festlegen
  • Test speichern
Lerntagebuch
 

Gerade in Zeiten fehlender Präsenz empfiehlt es sich, die Lernenden im Blick zu haben. Eine gute Methode ist hierfür das „Lerntagebuch“, in dem die Studierenden in regelmäßigen Abschnitten notieren, was sie inhaltlich gelernt haben & welche Fragen offengeblieben sind. Auch Schwierigkeiten und Herausforderungen sollten dargestellt werden (z. B. Lernorganisation, technische Schwierigkeiten, Lernmotivation, …). Lerntagebücher können persönlich oder anonym geführt werden

Tools: FU-Blog Wordpress, Blackboard-Tagebuch

Kooperation und Kollaboration mit Wikis
 

Das Wiki-System der Freien Universität unterstützt das kooperative und kollaborative Lernen. Aufgaben können gemeinsam bearbeitet, Lösungen anderer eingesehen, Seiten dynamisch gefüllt und vernetzt werden. Über verschiedene Kommentierungsfunktionen können Diskussionen initiiert werden, welche zu Revisionen der „lebenden“ Seiten führen. Die Versionierungsfunktion speichert alle Bearbeitungen der Seiten und erlaubt reflexive Prozesse durch die Nachverfolgung der Bearbeitungshistorie. Durch weitere Funktionalitäten (sog. Makros) lassen sich zudem kooperative Aufgabenlisten, Teamkalender, Dateiablagen und eine Vielzahl weiterer Elemente in das Wiki integrieren.

Tool: FU-Wikis Confluence (https://wikis.fu-berlin.de, FU-Userwikis: https://userwikis.fu-berlin.de/)

One-Minute-Paper
 

Das One-Minute-Paper ist eine Methode, die zum einen den Studierenden ermöglicht, die Veranstaltungsinhalte zu reflektieren und zum anderen Lehrenden dabei helfen kann, Feedback zum Unterricht zu bekommen. Üblicherweise zum Ende einer Veranstaltung werden die Studierenden gebeten, ein paar Fragen zu beantworten (z. B. Was nehmen Sie aus der heutigen Sitzung mit? Welche Fragen sind offengeblieben?). Die Lehrperson liest die Antworten zur Nachbereitung. Offene Fragen und Kritik können dann als Grundlage für den Einstieg in die nächste Sitzung verwendet werden. Zur Umsetzung empfiehlt sich ein Tool, das die Rückmeldungen in einem geschützten Raum ermöglicht.

 Tools: Blackboard-Forum, FU-Wikis Confluence (empfohlen), Blackboard-Blog

Fallarbeit
 

Reale oder fiktive, offene oder geschlossene Fälle werden von den Studierenden bearbeitet. Dazu zählen die Aufgabenanalyse, die Identifizierung der Problemstellungen, das Herausarbeiten von Lösungsansätzen und deren Diskussion sowie Präsentation.

Tools: FU-Wikis Confluence (empfohlen): Dokumentation der Arbeit durch Studierende, Feedback durch Lehrperson mittels Kommentaren), FU-Blogs Wordpress

Freewriting
 

Freewriting ist eine Methode des kreativen Schreibens, bei der nach einem kurzen thematischen Impuls der Lehrperson Studierende mit dem Schreiben beginnen und den Stift erst nach ca. fünf Minuten wieder absetzen. Der Schreibprozess soll unbewusst verlaufen und nicht reflektiert werden. Diese Methode bietet sich u. a. als Einstiegsübung an (z. B. für Grundkonzept zur Rohfassung von Texten).

Tool: FU-Wikis Confluence

Aktivierung durch interaktive H5P-Lernmodule
  H5P bietet die Möglichkeit, interaktive Lerninhalte anschaulich, motivierend und datenschutzsicher zu erstellen und Studierende zum Mitmachen anzuregen. Hier gibt es u.a. interaktive Videos, Dialog Cards, Drag & Drop-Aufgaben oder Timelines. Erfahren Sie mehr über das Tool in unserem H5P-Praxistipp in der nächsten Woche.
Ihre Methoden im Online-Raum
  Welche weiteren Methoden setzen Sie im Rahmen der online-gestützten Lehre ein? Was funktioniert gut, was würden Sie weniger empfehlen? Geben Sie Ihre Erfahrungen weiter und senden Sie eine E-Mail an: digitale-lehre@fu-berlin.de. Wir werden die Hinweise in unseren kommenden Praxistipps berücksichtigen.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Studierende online aktivieren

Icebreaker
 

3 Minuten – 3 Treffer (für kleine & große Gruppen)
Um miteinander in Kontakt zu kommen, werden die Teilnehmenden in Zweiergruppen eingeteilt und haben drei Minuten Zeit, um drei Dinge zu finden, die sie gemeinsam haben. Im Plenum werden ein paar Gemeinsamkeiten aus der Kleingruppe vorgestellt. Mit „3 Minuten – 3 Treffer“ sorgen Sie für einen schnellen sozialen Einstieg ins Online-Seminar.

Linksuche (kleiner Teilnehmerkreis)
Zu Beginn eines neuen Seminars bieten sich Vorstellungsrunden an, z. B. in Form der „Linksuche“: Hier entdecken und nennen die Studierenden Verbindungen untereinander. Dies funktioniert ganz einfach: Eine Person stellt sich vor und geht dabei auf ihre Interessen ein. Wird ein Begriff genannt, mit dem sich jemand anderes identifiziert (z. B. dasselbe Hobby), zeigt dieser einen Link in die Kamera (zwei Finger verhaken) und übernimmt an dieser Stelle, indem er sich selbst vorstellt, bis der Nächste einen Link zeigt. Mit dieser Methode erfahren lernen sich die Teilnehmenden kennen und alle kommen zu Wort.

Tool: Webex

3 Chancen - 3 Bitten
 

Geben Sie drei Stichworte zu dem, was Sie bieten können (Mehrwert für die Teilnahme) und drei Stichworte zu dem, was Sie erwarten und Ihnen wichtig ist (z. B. Code of Conduct; aktive Mitwirkung, da jede Veranstaltung nur so stark ist wie ihre Teilnehmenden; …). Lassen Sie auch die Teilnehmenden Erwartungen einbringen und legen Sie gemeinsam mit Ihnen Ziele und Meilensteine fest (Communitybuilding).

Tool: Webex

Blitzlicht
 

Erstellen Sie eine kurze Abfrage, um schnell eine Meinung zu einem bestimmten Sachverhalt zu erhalten. Ein Blitzlicht kann zu Beginn, während oder am Ende einer Lerneinheit eingesetzt werden. Jede/r Student/in äußert sich reihum in Form von ein bis zwei Sätzen (kleiner Teilnehmerkreis) oder in Form einer Umfrage (viele Teilnehmende).

Tools: Votingo (Umfrage für das Plenum) oder Webex (Wortmeldungen von Einzelpersonen)

Murmelgruppen
 

Zur Auflockerung können bewusst Kurzgespräche integriert werden, wie etwa Murmelgruppen: Zwei Studierende tauschen sich über eine Fragestellung, ein bestimmtes Thema, eine Meinung o. ä. aus (z. B. 3-Minuten-Murmeln); im Plenum geht es dann regulär weiter.

Tool: Webex Breakout Sessions

Energizer
 

Um einer schnell auftretenden Monotonie und Konzentrationsschwierigkeit in Online-Livesettings entgegen zu wirken, bieten sich sog. Energizer an, um kurz an etwas Anderes zu denken, aktiv zu sein und sich dann wieder zu konzentrieren zu können:

Hidden Word: Posten Sie ein Wort in den Chat, aus dem die Teilnehmenden neue Wörter bilden.

Gegenstand: Lassen Sie die Teilnehmenden aufstehen und sich kurz bewegen, um einen bestimmten Gegenstand zu holen (z. B. mit einer bestimmten Farbe, zum Thema passend)

Miniübung (auch bei großen Gruppen): Anstelle von komplexen Aufgaben nach langen Informations- und Zuhörphasen sorgen Sie durch Miniübungen für einen raschen Wechsel der Arbeitsphasen. Lassen Sie Ihre Teilnehmenden zwischendurch etwas schätzen, etwas berechnen, ihre Meinung posten usw.

Tool: Chat, Videositzung

Think Pair Share
 

Bei dieser Methode denken die Studierenden in einem ersten Schritt über eine bestimmte Fragestellung nach (Think). Anschließend tauschen sie sich zu zweit oder in kleinen Gruppen aus und reflektieren ihre Antwort (Pair). Im Plenum oder größeren Gruppen teilen sie dann ihre Lösung (Share).

Tool: Webex Breakout Sessions

Peer Instruction
 

Diese Methode bietet sich für große Vorlesungen an und animiert Studierende, den Veranstaltungsstoff nicht nur passiv zu rezipieren, sondern die Lerninhalte aktiv zu reflektieren, zu interpretieren und mit ihrem Vorwissen zu verbinden. Nach einem Impulsreferat wird eine Multiple-Choice-Frage eingeblendet und die Antworten der Studierenden werden grafisch eingeblendet. In 2er-Gruppen haben die Studierenden einige Minuten Zeit, um von der eigenen Antwort zu überzeugen (peer instruction). Anschließend folgt eine erneute Abstimmung, deren Ergebnisse i. d. R. deutlich besser ausfallen. Durch den Austausch haben die Studierenden aktiv an der Bearbeitung der Frage mitgewirkt, statt nur passiv zuzuhören und abzustimmen. Zentral ist hierbei die Qualität der Fragen, um wirkliches Nachdenken zu erzeugen und typische Fehlvorstellungen herauszulocken.

Mehr zu dieser Methode (Didaktikblog Uni Hohenheim)

Tools: Votingo, Webex-Umfragen

Gruppenpuzzle
 

Es werden Gruppen gebildet, in der sich jedes Mitglied alleine mit einem Thema beschäftigt. Anschließend bilden all diejenigen, die sich mit demselben Aspekt auseinandersetzten eine Expertengruppe und tauschen ihre Ergebnisse aus. Am Ende bringen sich die Mitglieder der Anfangsgruppen ihre jeweiligen Inhalte bei. Eine Auswertung im Plenum sollte sich anschließen.

Mehr zur dieser Methode (e-teaching.org)

Tools: Webex (Plenumsarbeit und Teilgruppen) oder FU-Wiki Confluence (Bereitstellen der Lerninhalte, Wissenssicherung durch Studierende)

6 Richtige im Lotto
 

Zum Einstieg in ein neues Thema kann das Vorwissen abgefragt werden, indem die Studierenden sechs Stichworte zu dem Thema nennen (Varianten: in den Chat schreiben, in Kleingruppen austauschen) Tipp: Ermöglichen Sie „Kamerakarenz“, in der alle ihre Kamera ausschalten können, um sich nicht stetig in Beobachtung zu fühlen.

Tools: Webex (Chat, Whiteboard, Wortmeldungen), Forum, Wiki

Anwendungstipps
 

Greifen Sie gut funktionierende Methoden immer mal wieder im Semesterverlauf auf, um Kontinuität zu erzeugen. Achten Sie auf einen guten Methodenmix (z. B. Inhaltsvermittlung, Aktivierung, Inhaltsvermittlung, Austausch) und verwenden Sie nicht zu viele Methoden. Greifen Sie Kleingruppenarbeit im Plenum auf, um die Formate miteinander zu verzahnen.

Aufgrund teilweiser schlechter Internetverbindung bietet es sich ggf. an, anstelle eines (videobasierten) Live-Austausches eher Methoden zu verwenden, die für asynchrones Lernen geeignet sind. Hierzu erfahren Sie mehr im Folgepraxistipp.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

Einige der vorgestellten Aktivierungstipps stammen aus dem Portfolio der sog. Munterrichtsmethoden von Orbium.de. Mehr Informationen und weitere Methoden finden Sie hier.

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Rechtliches zu digitalen Lehr- und Lernräumen

Respektvoller Umgang im digitalen Raum
 

Zum Start des digitalen Sommersemesters 2020 wurde an der Freien Universität Berlin ein „Code of Conduct“ erarbeitet, der Regeln für digitale Lehrveranstaltungen umfasst, die sich aus den üblichen akademischen Standards sowie aus einschlägigen Gesetzen und Richtlinien ableiten. Die Berücksichtigung des „Code of Conduct“ ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilhabe an der digitalen Lehre an der Freien Universität Berlin.

Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in der eigenen Lehre
 

Das Bibliotheksportal PRIMO ermöglicht Zugang zu urheberrechtlich geschützten lokalen und externen Online-Ressourcen. Durch die Einbindung von PRIMO in Ihrem Blackboard-Kurs ist ein Verweis auf diese Texte ganz einfach möglich – und zwar ohne, dass Sie diese Ressourcen anderweitig bereitstellen und gemäß Urheberrechtsgesetzgebung zitieren müssen. Falls Sie z. B. in einer Präsentation Text-Ausschnitte anderer Autorinnen und Autoren benutzen möchten, beachten Sie bitte das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz.

Nutzungsrechte an selbst erstellten Werken erteilen: CC-Lizenzen
 

Schon im digitalen Sommersemester haben Sie sicherlich viele Online-Materialien selbst erstellt. Das können Podcasts sein, Videoproduktionen oder auch Online-Reader im PDF-Format. Falls Sie diese Inhalte auch anderen zur Weiternutzung bereitstellen möchten, so empfehlen wir Ihnen, dafür direkt bei der Erstellung „Creative Commons Lizenzen“ zu vergeben, die eine transparente weitere Verwendung unter den von Ihnen gewählten Bedingungen ermöglichen.

Rechtliche Bedingungen bei der Nutzung von Webex und Vbrick
 

Das zentrale Videokonferenzsystem der Freien Universität Berlin, Webex, und das FU-Videoportal Vbrick Rev sind inzwischen aus dem Alltag der digitalen Lehre an der Freien Universität nicht mehr wegzudenken. Was bei der Verwendung der Dienste hinsichtlich des Datenschutzes zu beachten ist, finden Sie in den jeweiligen Datenschutzinformationen:

Anwendungstipp
 

Bitte seien Sie sensibilisiert gegenüber den rechtlichen Gegebenheiten, die die Online-Lehre mit sich bringt. Dazu gehört auch, dass der digitale Raum ein wertschätzender und geschützter Raum ist. Daher empfehlen wir u. a. Folgendes:

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Abstimmungen in Online-Settings

Nutzungsmöglichkeiten
 

Mit Votingo und Webex können Abfragen ohne großen technischen oder zeitlichen Aufwand durchgeführt werden. Der Vorteil: Die Ergebnisse liegen sofort vor und können im Zuge der Veranstaltung präsentiert werden. Die Umfragetools eignen sich zum Beispiel, um in Online-Settings schnell und unkompliziert

  • das Verständnis zentraler Lehrinhalte abzufragen und auf Verständnisschwierigkeiten direkt zu reagieren,
  • Meinungsbilder zu erheben,
  • Feedback einzuholen und Abstimmungen durchzuführen (z. B.: Sind die Studierenden mit dem Aufgabenformat gut zurechtgekommen? Welcher Termin für ein nächstes Treffen passt am besten?)
  • lebhafte Diskussionen zu initiieren, indem z. B. zu Beginn einer Veranstaltung über eine kontroverse Frage abgestimmt wird,
  • das weitere Seminargeschehen zu bestimmen (z. B. Themenauswahl, Peer Instruction) u. v. m.
Umfragen in Webex
 

In Live-Veranstaltungen via Webex können Sie die aktivierende Wirkung kurzer Umfragen nutzen. Hierfür stehen drei gängige Fragetypen zur Verfügung: „Multiple-Choice - Eine richtige Antwort", "Multiple-Choice - Mehrere richtige Antworten" oder "Kurze Antwort“.

Die Umfrage kann direkt in der Veranstaltung oder vorab erstellt werden, sie ist zeitlich begrenzbar (z. B. 5 Min.) und während der Durchführung können Sie die Beteiligung live verfolgen.

Wichtiger Hinweis: Die Ergebnisse werden direkt und anonymisiert angezeigt (z. B. prozentuale Verteilung). Gastgeber können jedoch personalisierte Einzelauswertungen herunterladen. Dies sollte Studierenden transparent gemacht werden. Sind anonyme Umfragen gewünscht, empfiehlt sich das nachfolgende Tool Votingo.

Umfragen mit Votingo
 

Während Webex-Umfragen ein Zusatzfeature darstellen, ist Votingo ein sog. Audience-Response-System (ARS). Die Vorteile:

  • Umfragen sind live (z. B. in einer Videokonferenz) oder asynchron, auch ohne Zeitlimit und unabhängig vom Login durchführbar
  • Es können beliebig viele Umfragen, auch parallel, durchgeführt werden
  • Umfragen können vollständig anonymisiert durchgeführt werden
  • Die Fragen ermöglichen die Einbettung von Hinweisen, Lösungen, Lösungsbeschreibungen und Bildern
  • Es existieren verschiedene Ergebnisansichten (Tabellen, Diagramme, Wortwolke); ein Export nach Excel (inkl. Statistiken) ist möglich
  • Umfragen können auf der Plattform zentral verwaltet werden (Fragen, zusammengestellte Umfragen, Ergebnisse)
  • Das Teilen von Fragen/Umfragen/Ergebnissen ist möglich (z. B. mit Co-Dozierenden oder stud. Mitarbeitenden)

Voraussetzungen:

Zur Erstellung der Umfragen wird der FU-Account und Zugang zum Universitätsnetz (vor Ort, Eduroam, VPN) benötigt. Neben Lehrenden können also auch Tutoren oder studentische Mitarbeitende Votingo-Umfragen erstellen.

Weitere Informationen:

Ihr Feedback ist gefragt! Erfahrungen mit Votingo & Webex:
  Votingo und Webex-Umfragen sind neue Anwendungen der Freien Universität, um den Bedarfen nach schnellen Umfragemöglichkeiten gerecht zu werden. Wie funktioniert der Einsatz in Ihrer Lehre? Welche Szenarien würden Sie weiterempfehlen? Was läuft noch nicht reibungslos bzw. stört Sie etwas? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit, damit die Tools für Sie weiterentwickelt werden können: digitale-lehre@fu-berlin.de
NEU: Online-Sprechstunde zum digitalen Wintersemester
 

Gerade zu Semesterstart stellen sich viele Fragen. Um diese zu klären und sich auszutauschen, bietet CeDiS gemeinsam mit der ZEDAT eine Sprechstunde an, in der Sie nach einer kurzen Themeneinführung alle Fragen rund um die digitale Lehre stellen können.

Überblick über die Online-Sprechstunden

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien; CC BY-SA 4.0

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Tools für die digitale Lehre an der Freien Universität Berlin

Vbrick Rev zur Bereitstellung von Videoinhalten
 

Vbrick Rev ist die Videoplattform der Freien Universität. Sie kann für die Aufzeichnung, Bearbeitung und Bereitstellung von Audios und Videos verwendet werden - z. B. für Veranstaltungsaufzeichnungen, Livestreams, Lehrfilme, Tutorials, Interviews, Podcasts oder das Streamen von Videokonferenzen.

Camtasia und Snagit: Produktion eigener Videos
 

Camtasia und Snagit sind Werkzeuge zur Erstellung von Anleitungen, Lernvideos und Präsentationen aus Bildschirm-Inhalten. Mit Snagit werden Präsentationen als Abfolge von Screenshots erstellt, mit Camtasia Videos aus Bildschirmaufnahmen.

Webex für Live-Vorträge und -Kommunikation
 

Das im April eingeführte System zur Echtzeit-Kommunikation mit Audio- und Videounterstützung wurde im Sommersemester viel genutzt und eignet sich u. a. für Lehrvorträge, Referate, Diskussionen, Sprechstunden und Live-Gruppenarbeiten. Nützliche Funktionen sind bspw. Teilgruppen, Umfragen, Protokolle, Whiteboard und Chat.

Votingo für Online-Abstimmungen
  Mit dem Audience Response System Votingo können Befragungen ohne großen technischen oder zeitlichen Aufwand durchgeführt werden. Der Vorteil: Die Ergebnisse liegen sofort vor und können im Zuge der Veranstaltung präsentiert werden. Wenn Sie sich für einen Account interessieren, wenden Sie sich bitte an: support@cedis.fu-berlin.de.
H5P für anschauliche Lerninhalte
 

H5P bietet die Möglichkeit, interaktive Lerninhalte anschaulich, motivierend und datenschutzsicher zu erstellen und die Studierenden zum Mitmachen anzuregen. Typische Einsatzszenarien sind interaktive Videos, Dialog Cards, Drag & Drop-Aufgaben oder eine Timeline.

FU-Blogs zur Dokumentation & Kommunikation 
 

Berichte über Lernaktivitäten wie ein Lern- oder Lesetagebuch, die Publikation und Diskussion von Ergebnissen, Erkenntnissen und Meinungsbildern, das Teilen relevanter Quellen sowie der Austausch von Erfahrungen und Tipps sind typische Einsatzformen von Blogs. Sie können geschlossen, für FU-Mitglieder oder für die Öffentlichkeit geführt werden.

FU-Wikis für kooperatives & kollaboratives Arbeiten
 

Wikis dienen v. a. dem „Collaborative Authoring“ und der Kommentierung bzw. Diskussion von Texten. Auch die Präsentation studentischer Arbeiten, der Aufbau strukturierter Quellensammlungen oder die multimediale Dokumentation von Texten, Audios und Videos sind gängige Einsatzformen. Sie können geschlossen, für FU-Mitglieder oder für die Öffentlichkeit geführt werden.

Blackboard – die zentrale Lernplattform
 

Als zentrale Lernplattform der Freien Universität ermöglicht Blackboard die Bereitstellung und Verlinkung von Lerninhalten, die Diskussion und Kommunikation via Foren oder Gruppenseiten im geschützten Raum sowie (anonyme) Umfragen und Selbsttests.

Weitere Online-Tools an der Freien Universität
 

Einen Überblick über die vorgestellten Systeme und weitere nützliche Anwendungen finden Sie unter:

Toolnutzung: Fortbildungen & Selbstlernmodule
 

In Fortbildungen, Selbstlernmodulen und Sprechstunden können Sie sich mit den digitalen Werkzeugen vertraut machen. Aktuelle Online-Seminare gibt es u. a. zu Votingo, Wikis, Blogs, Camtasia, CMS und oXygen/XML.

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Arbeiten mit der neuen Teilgruppen-Funktion in Webex Meetings

Voraussetzungen

Teilgruppen in Webex Meetings können Sie sowohl bei der Nutzung der Meetings Desktop App  (Windows & Mac) als auch über die Web App im Browser (z. B. unter Linux) einrichten. Auch mit mobilen Geräten können Teilnehmende in Teilgruppen arbeiten.

Wichtig: Achten Sie auf eine aktuelle Version der Desktop App bzw. der mobilen App!

Wie funktioniert`s? 
  1. Teilgruppensitzungen aktivieren (bereits beim Ansetzen oder im Meeting im Menü „Teilgruppen“) - erst dann ist der Teilgruppen-Button verfügbar
  2. Gruppen anlegen und Teilnehmende zuweisen: automatisch (nicht zufällig) oder manuell; aktuell ist ein eigenständiger Beitritt durch die Studierenden nicht möglich
  3. Einstellungen vornehmen (z. B. automatisches Beenden, Countdown-Anzeige für Teilnehmende)
  4. Gruppen starten (die Teilnehmenden erhalten einen Hinweis und treten mittels einer Bestätigung bei)
  5. Teilnehmende zurückbitten, Gruppen beenden 
  6. Gruppen (im gleichen Meeting) wiederverwenden oder neu zusammenstellen
Aufgaben bearbeiten in Teilgruppen

Aufgabenstellung bereitstellen

Einzelne Fragen für eine kurze Austauschphase (siehe z. B. „Murmelgruppen“, „Think-Pair-Share“ im vorangegangenen Praxistipp) können Sie im Hauptmeeting in den Chat posten. Die Teilnehmenden können sich die Frage kopieren und in ihren Teilgruppenchat einfügen, um sie bei ihrem Austausch im Blick zu haben.

Komplexere Aufgaben bzw. Fragestellungen, die einer vorherigen Reflektion und Überlegung bedürfen, sollten eher vorab bereitgestellt werden, z. B. als Datei in Blackboard oder auf vorbereiteten FU-Wiki-Seiten, die auch gleich zur Ergebnis-Dokumentation genutzt werden können.
Tipp: Eine Person kann die Datei oder Wiki-Seite in der Teilgruppensitzung freigeben. Sie sollte per Desktop App oder mobiler App beigetreten sein.

Überdies haben Sie die Möglichkeit, kurze Messages an die Gruppen zu schicken, die den Teilnehmenden als Pop-Up im Gruppenraum erscheinen (z.B. „Denken Sie an …“, „Bitte beenden Sie nun …“)

Möglichkeiten zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen

  • Wiki-Seite (per Freigabe): auf einer Seite im FU-Wiki können eine verantwortliche Person oder bis zu 12 Leute gleichzeitig schreiben (Tabellen: 1 Person pro Zelle); die Änderungen sind sofort im freigegebenen Webex-Modus sichtbar.
  • Datei (per Freigabe): eine verantwortliche Person schreibt, weitere beteiligen sich ggf. über die „Kommentieren“-Funktion
  • Protokoll (individuell): eine verantwortliche Person schreibt (für die anderen nicht einsehbar). Das Protokoll wird automatisch mit in die Hauptsitzung genommen.
  • Chat: der Chat kann als .txt-Datei gespeichert werden
  • Whiteboard: bislang nur von mobilen Geräten aus freizugeben, eingeschränkt gemeinsam nutzbar; Vollversion in Entwicklung

Ergebnis-Präsentation

In der Hauptsitzung können die Gruppen-Ergebnisse von der jeweils verantwortlichen Person freigegeben oder in den Chat gepostet werden. Wenn ein Wiki genutzt wird, können Sie dieses auch selbst freigeben.

Anwendungstipp

Moderation in den Teilgruppen

In den Teilgruppen weist Webex automatisch einer Person die Moderatorenrolle zu - erkennbar am „Webex-Ball“ neben dem Namen in der Teilnehmerliste. Diese Rolle ist jedoch nicht fix, sondern wird automatisch immer an die Person weitergegeben, die gerade Inhalte freigibt. Die Teilnehmenden müssen sich daher intern abstimmen, wer wann etwas freigibt.

Tipp: Lassen Sie die Teilgruppen eine Moderatorin oder einen Moderator wählen. Diese Person hat die Aufgabe, die Inhalte freizugeben und die Dokumentation der Arbeitsergebnisse zu koordinieren. Ebenso empfiehlt es sich im Online-Raum, dass eine (andere) Person auf die Einhaltung der Zeiten achtet.

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Bedarfe und Neuerungen in Webex

Bedarfe

Welche Fragen beschäftigen Sie aktuell und welche Themen wünschen Sie sich für die Praxistipps im Hybridsemester? Klicken Sie auf den nachfolgenden Link (2-Minuten-Umfrage):

Webex Update

Webex bietet ein neues Design und virtuelle Hintergründe, um die Umgebung nach individuellem Bedarf anzupassen. Weitere Neuerungen sind Breakout Sessions mit Videos (siehe Teilnehmeraktivierung), die Lobbyfunktion und die neue Rolle „Co-Host“:

Teilnehmeraktivierung in Webex

Webex bietet gute Möglichkeiten zur Wissensvermittlung - z. B. Videovorträge, Präsentationen oder Vorlesungen. Allerdings lassen sich Studierende mit aktivierenden Methoden oft besser erreichen als mit reinem „Input“. Die Funktionen Umfragen und Teilgruppensitzungen (Breakout Sessions) ermöglichen eine höhere Beteiligung Studierender sowie kooperatives Arbeiten:

Kurze Umfragen:

  • Ziel: Aktivierung, Abstimmung (z. B. schnelles Abfragen des Wissensstandes, Einholung von Meinungen)
  • Funktionen: Mutiple-Choice, Kurzantworten
  • Erstellung vor oder auch spontan während der Veranstaltung
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung (Webex-Wiki)

Murmelgruppen / Think Pair Share

  • Ziel: Kurzaktivierung, Interaktion, Auflockerung des Frontalunterrichts (z. B. Reflektion von Lehrinhalten, Meinungsaustausch, Beantwortung von Leitfragen)
  • Für große Vorlesungen, Seminare und Tutorien geeignet
  • Methode:
    1.: Studierende denken über eine bestimmte Fragestellung nach. 2.: In kleinen Gruppen tauschen sie sich darüber aus (Murmeln). 3. Im Plenum oder größeren Gruppen teilen sie ihre Lösung (Share-Methode).
  • Technische Realisierung: (automatische) Einteilung von Paaren oder Kleingruppen mittels der Teilgruppenfunktion

Teilgruppensitzungen in Webex-Meetings

Anwendungstipp
Während der Breakout Sessions können Sie Nachrichten an die Gruppen verschicken, den Gruppen bei Hilfeanfragen beitreten oder auch die Teilgruppen automatisch (mit Vorankündigung) schließen.

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Praxistipps zum Sommersemester 2020

Selbsttests mit Blackboard erstellen
 

Unter Verwendung des Kurs-Tools "Tests, Umfragen und Pools" können Sie im Blackboard-Kurs Ihrer Lehrveranstaltung Selbsttests umsetzen und den Veranstaltungsteilnehmenden zur Verfügung stellen. Durch entsprechende Strukturierung des Kurses kann der Test mit weiteren Lehrmaterialien kombiniert und auf diese Weise einfache Lerneinheiten erstellt werden.

Selbsttest mit H5P erstellen
 

H5P ist eine Open-Source-Software, mit der Sie didaktisch sinnvolle und visuell ansprechende Selbsttests schnell umsetzen können (vgl. Praxistipp 1). Dazu stehen eine Vielzahl an Fragetypen zur Verfügung. An der Freien Universität können Sie H5P-Elemente im Rahmen eines eigenen Wordpress-Blogs über das dort installierte Plugin erstellen. Im Anschluss ist es auch möglich, die erstellten H5P-Elemente in einen Blackboard-Kurs oder ein Wiki einzubinden.

Anwendungstipp
Bei der Gestaltung und Durchführung von Selbsttests sind neben der inhaltlichen Konzeption weitere Aspekte zu beachten. Bei Blackboard ist es z.B. wichtig zu entscheiden, ob die Testergebnisse für die Lehrperson(en) zugänglich sein sollen oder ob die Studierenden die Tests anonym und beliebig oft durchführen können. Beide Varianten haben jeweils Vor- und Nachteile: Hat die Lehrperson Zugriff auf die Ergebnisse, kann sie diese für inhaltliche Schwerpunktsetzungen und für individuelle Rückmeldungen nutzen. Können Studierende den Tests anonym und beliebig oft ausfüllen, kann dies Freiräume für das selbständige Lernen eröffnen, wenn der – vielleicht nur subjektiv wahrgenommene – Druck, gute Ergebnisse liefern zu müssen, entfällt. Nutzen die Studierenden erstmalig anonyme Selbsttests, empfiehlt es sich, ihnen den Background-Bereich von Blackboard zu zeigen (z.B. in einer Live-Session, via Screenshot), um eventuellem Misstrauen, ob die Dateneingabe tatsächlich anonym ist, vorzubeugen.
News: Vbrick-Schnittstelle zu Blackboard
 

Es gibt nun eine funktionale Schnittstelle zwischen dem LMS Blackboard und der FU-Videoplattform Vbrick Rev, die es erlaubt, einen Channel aus einem Blackboard-Kurs heraus in Vbrick Rev anzulegen und die dort angemeldeten Teilnehmen-den automatisch in diesem Channel anzumelden:

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Gestaltung von Online-Lernumgebungen
Erhalten die Studierenden Rahmeninformationen zur Online-Veranstaltung? Hinweise zu den Zielen, zum Aufbau des Kurses, zur Bedeutung des Einsatzes bestimmter Werkzeuge sowie zu den Kurskonventionen sind ein wichtiger Bestandteil digitaler Lehre. Die Kenntlichmachung des Mehrwertes in Verbindung mit formalen Anforderungen ist zudem ein zentrales Aktivierungs­element.
Ist die Online-Lernumgebung intuitiv nutzbar? Ist die Navigation eindeutig? Die Struktur der Online-Lernumgebung sollte in sich schlüssig sein und den Studierenden sollte sich intuitiv erschließen, was sich hinter den einzelnen Navigationselementen verbirgt.
Ist die Funktion der Materialien in Bezug auf die Lernziele eindeutig? Insbesondere beim Einsatz verschiedener Medientypen wie Text, Bil­der, Audio, Video usw. sollte die Funktion der jeweiligen Materialien innerhalb des Lehrkonzepts deutlich werden.
Sind die Materialien mit Erläuterungen versehen? Durch kurze Erläuterungen und die Benennung des Medientyps erkennen Studierende bereits vor dem Öffnen, was sich dahinter verbirgt. Mit Blick auf die Usability sollte bei Bildern, Simulationen, Audio-und Videodateien auch die Größe der Datei, die Ladedauer bzw. Nutzungsdauer angeben werden.
 Pflege der Online-Lernumgebung
Aktualisieren Sie Ihren Kurs regelmäßig? Ihre „Sichtbarkeit“ in der Online-Lernumgebung, z. B. durch regelmäßige Ankündigungen, ergänzendes aktuelles Material und zeitnahe Reaktionen auf studentische Beiträge, ist mitentscheidend für die Akzeptanz der Online-Veranstaltung.
Sind die Materialien von guter Qualität? Überprüfen Sie alle eingescannten Texte, Bilder sowie Videos auf ihre Qualität. Sind z.B. Folientexte in Videos erkennbar?
Sind videobasierte Angebote schnell abrufbar? Um die Ladezeiten für Videodateien zu optimieren, sollten diese auf der Videoplattform der Freien Universität Vbrick Ref abgelegt werden. In der Lernumgebung kann darauf verlinkt werden.
Sind sämtliche Materialien erfor­derlich? Studierende können sich leicht in einer zu großen Fülle an Material verlieren. Eine übersichtliche Anzahl, in der verbindliches Lern- und Zusatzmaterial als solches gekennzeichnet sind, hilft hier.
Werden alle verfügbaren Werkzeuge und Bereiche regelmäßig genutzt? Alle freigeschalteten Werkzeuge wie „Forum“, „Blog“, „Gruppen“, „Comment“ usw. sollten auch aktiv genutzt werden, d. h. keine verwaisten Foren und leeren Gruppenseiten.
 Kommunikation und Betreuung
Ist der Einsatzzweck der einzelnen Kommunikationselemente eindeutig definiert und den Studierenden bekannt? Kommunikationswerkzeuge wie Foren, Chats oder Blogs sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn deren Einsatzzweck im Gesamtkonzept der Lehrveranstaltung verankert ist. Erfahrungsgemäß erhöht es die Teilnahmebereitschaft der Studierenden, wenn die Nutzung mit eindeutigen Arbeitsaufgaben, klar definierten Zielen o. ä. verknüpft ist.
Werden die Kommunikationswerkzeuge von Ihnen aktiv genutzt? Unstrukturierte und unbetreute Foren, Blogs, Wikis oder Chats haben selten einen hohen Ergebniswert. Lehrende sollten die Diskussionen moderieren und präsent sein (vgl. auchE-Moderation).
Werden die Studierenden bei Problemen unterstützt? Informieren Sie die Studierenden darüber, wer bei auftretenden Problemen (technisch, organisatorisch, inhaltlich) hilft.
Übungen und Feedback
Haben die Studierenden die Möglichkeit zum eigenständigen Üben? Je nach Fach und Thema kann es sinnvoll sein, Online-Übungen bereitzustellen, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, das Gelernte zu vertiefen.
Bekommen die Studierenden eine Rückmeldung über ihren Lernstand? Viele Studierende wünschen sich Feedback zu ihrem aktuellen Wissensstand. Eine Möglichkeit ist, Selbsttests mithilfe der Testfunktion von Blackboard zu erstellen. Wichtig dabei ist, dass die Studierenden ein unmittelbares Feedback erhalten und ein eindeutiger Unterschied zwischen Selbsttests und Tests zur Leistungskontrolle durch die Lehrperson gemacht wird (ein Praxistipp zu (Selbst-)Tests folgt in Kürze).
Haben die Studierende die Möglichkeit, ein Feedback zum E-Learning-Einsatz in der Lehrveranstaltung zu geben?  Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Studierenden um ein Feedback zum E-Learning-Einsatz zu bitten. Sie können wertvolle Hinweise erhalten, wie Sie den Einsatz digitaler Werkzeuge auch im Hinblick auf das Folgesemester mit möglichen Präsenzanteilen weiter verbessern können. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten (vgl. Praxistipp 10 zum Thema Umfragen)

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien ; CC BY-SA 4.0.

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Live-Umfragen in der Videokonferenz
 

In Live-Veranstaltungen via Webex können Sie die aktivierende Wirkung kurzer Umfragen nutzen. Einsatzmöglichkeiten sind hier u. a. das Abfragen von Vorwissen oder des Verständnisses präsentierter Lehrinhalte sowie die Beantwortung einer Initialfrage zur Anregung einer sich anschließenden Diskussion.

Audience Response System (Votingo)
 

Sogenannte Audience Response Systeme (ARS) werden häufig in großen Präsenzveranstaltungen eingesetzt, um mit dem anwesenden Publikum zu interagieren und Umfrageergebnisse in Echtzeit zu präsentieren. Auch in Online-Szenarien kann der Einsatz lohnenswert sein – live im Rahmen einer Videokonferenz oder zeitversetzt z. B. durch Einbindung in einen Blackboardkurs. Das ARS Votingo läuft aktuell an der Freien Universität im Testbetrieb, bei Interesse wenden Sie sich bitte an support@cedis.fu-berlin.de

Kurze Umfragen mit Blackboard durchführen und auswerten
 

Mit Blackboard lassen sich kurze Befragungen einfach umsetzen und die Ergebnisse unmittelbar einsehen. Vorteil: Die Studierenden beantworten die Fragen innerhalb der bereits genutzten Lernumgebung und müssen keine zusätzliche Plattform besuchen.

Terminabstimmung datensicher mit Foodle 4.0
 

Eine geeignete Alternative für Doodle ist das Tool Foodle 4.0, das vom Deutschen Forschungsnetz (DFN) unter Berücksichtigung des Datenschutzes bereitgestellt wird. Die Funktionalitäten sind nahezu identisch, auch andere Abstimmungen können darüber erstellt werden:

Feedback in Diskussionsforen
  Wenn Sie an einem Feedback - bspw. zu Ihrer digitalen Veranstaltung - interessiert sind, aber keine Umfrage erstellen möchten, bietet das Blackboard-Forum die Möglichkeit, Beiträge anonym zu posten (über Forum-Einstellungen). Dies eignet sich v. a. für kleine Seminargruppen.
Umfragen mit H5P
 

Auch H5P als integrierte Anwendung in den FU-Blogs und FU-Userblogs (vgl. Praxistipp 8) bietet die Möglichkeit zur Erstellung von einfachen Umfragen.

Anwendungstipp
  Es empfiehlt sich, die unmittelbar zur Verfügung stehenden Ergebnisse gemeinsam mit den Studierenden zu besprechen – auch, weil die Bereitschaft zur Teilnahme an weiteren Umfragen ansonsten zurückgehen könnte.
In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, die Studierenden zu informieren, inwiefern sie sich anonym an einer Umfrage beteiligen können.

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien ; CC BY-SA 4.0.

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Bildschirmaufnahmen mit Snagit
  Snagit ist auf eine möglichst einfache Anwendung ausgelegt und hat daher ein kleines und übersichtliches Bedienmenü, das einerseits eine schnelle und intuitiv steuerbare Bildschirmaufnahme ermöglicht, aber andererseits auch über eine große Bandbreite an nützlichen Zusatzfunktionen verfügt: Bspw. können Sie scrollende Websites erfassen, mittels Layoutvorlagen grafische Anleitungen und Tutorials erstellen, Bildschirmaufnahmen mit Markierungen und Text versehen oder aber Text aus einem Bild oder einer Datei extrahieren und in ein anderes Dokument einfügen. Für die Bildschirmaufnahme nutzt Snagit den PC oder Laptop sowie die vorhandenen Aufnahmegeräte.
Download und Installation
 

Vor der Software-Installation lohnt sich ein Blick auf die Optionen. Denn hier können Sie direkt bestimmen, ob Snagit bspw. bei jedem Windows-Start geöffnet wird, mit welchen weiteren Programmen eine direkte Verknüpfung zur "Weitergabe" der Bildschirmaufnahmen hergestellt werden soll und ob Snagit auch das Menü Ihres Windows-Explorers anpassen darf.

Praktische Features
 

Hilfestellungen und Anleitungen zur Aufnahme von Bildschirmfotos, zur Hervorhebung von Bildinhalten, zur Auswahl der Aufnahmebereiche, zur Texterfassung und zur Generierung von Metadaten finden Sie auf folgender Website:

Videoaufnahmen
 

Im Aufnahmemenü von Snagit gibt es die Option, eine Bildschirmaufnahme als Video anzufertigen, und auch der Editor besitzt rudimentäre Videobearbeitungs-Funktionen. Möchten Sie das Aufgenommene auch vertonen, brauchen Sie zusätzlich noch ein Mikrofon (z. B. das interne Mikrofon Ihres Laptops). Für eine Video-Aufnahme von etwas anderem als Ihrem Bildschirm brauchen Sie eine Kamera (z. B. eine WebCam). Ein auf Videoaufnahmen und -Bearbeitung spezialisiertes Tool ist Camtasia, das von derselben Firma wie Snagit bereitgestellt wird (TechSmith). Hierüber wird ein gesonderter Praxistipp informieren.

Weitere Features
 

Die Möglichkeiten des Snagit-Editors sind umfangreich und gehen über das reine Hervorheben von Inhalten hinaus. Die Tutorials von TechSmith bieten Informationen über weitere Funktionen rund um die Bildbearbeitung:

Bildquellen: Alexander Sperl: 83 und 70 freie Illustrationen für E-Learning-Materialien ; CC BY-SA 4.0.

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Blogs in der Hochschule: Einsatzszenarien
  Typische Einsatzformen von Blogs in der Lehre sind: Berichte über Lernaktivitäten (z. B. Lerntagebuch, Lesetagebuch), Präsentation von Ergebnissen, Zusammenfassungen von Fachliteratur und Referaten, Publikation und Diskussion eigener Erkenntnisse, Teilen relevanter Quellen, Einstellen von Meinungsbildern, Vernetzung, Austausch von Erfahrungen und Tipps.
Blogs an der Freien Universität – Blackboard-Blog, FU-Blog oder FU-Userblog?
 

Zur Umsetzung stehen Blackboard-Blogs, FU-Blogs sowie FU-Userblogs zur Verfügung: Wie bei den Wikis (vgl. letzter Praxistipp) bietet jeder Blackboard-Kurs eine integrierte Blog-Funktion mit rudimentären Features. Für die o. g. Einsatzszenarien sind v. a. die offiziellen FU-Blogs (mit Logo, im Corporate Design) bzw. die inoffiziellen FU-Userblogs (ohne Logo und Corporate Design) empfehlenswert. Die FU-Blogs und FU-Userblogs sind sowohl offen als auch ausschließ­lich für FU-Angehörige oder aber geschlossen (z. B. für eine Seminargruppe) sicht- und nutzbar.

Blick in die Praxis
 
Anwendungstipp von Prof. Dr. Tim Krieger, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  „Aus meiner Erfahrung gibt es vor allem einen wichtigen Tipp, den ich anderen Hochschullehrenden ans Herz legen möchte. Blogs sind eine großartige Sache, wenn es gelingt, die Studierenden einzubinden. Das Format einer Lehrveranstaltung zum Bloggen muss um die Interessen der Studierenden herum entwickelt werden. Stellt man einfach nur Seminararbeiten ins Netz, dann erreicht man damit nicht viel. Wenn man dagegen die Themenwünsche der Studierenden ernst nimmt, dann sind sie motiviert und das Ergebnis in Form ihrer Blogbeiträge ist viel überzeugender.“ (Prof. Krieger, Blogs in der Lehre: Hochschulforum Digitalisierung)
Die eigene Online-Lehre mit Blogs: Fortbildungen & Sprechstunden
 

Bildquellen: Alexander Sperl: https://alexandersperl.wordpress.com/2015/03/11/83-neue-freie-illustrationen-fur-e-learning-materialien/ und https://alexandersperl.wordpress.com/2014/04/09/70-freie-illustrationen-fur-e-learning-materialien/; CC BY-SA 4.0.

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Wikis an der Freien Universität – Blackboard-Wiki, FU-Wiki oder FU-Userwiki?
 

Jeder Blackboard-Kurs hat ein integriertes Wiki, das sich für einen niedrigschwelligen Einsatz eignet. „FU-Wikis“ und „FU-Userwikis“ bieten erweiterte Funktionalitäten, z. B. Kommentierung von Texten, Änderungshistorie, multimediale Dokumentation u. v. m. Der Unterschied zwischen diesen beiden Systemen liegt in der offiziellen Nutzung („FU-Wikis“ mit FU-Logo, Corporate Design) bzw. der inoffiziellen Nutzung („FU-Userwikis“ ohne Logo und Corporate Design). Userwikis können bspw. Studierende als Präsentationsmedium oder zum Austausch untereinander nutzen. Beide Systeme sind entweder offen, ausschließ­lich für FU-Angehörige oder geschlossen (z. B. für eine Seminargruppe, im Kollegium) sicht- und nutzbar.

Kommentierung von Texten: Datenschutzsichere Alternative zu Google
 

Zur Kommentierung von Texten bieten die FU-Wikis die Funktion „Inline Kommentare“. Die Kommentare sind personalisiert und für all diejenigen, die Zugriff auf diese Wiki-Seite haben, sichtbar und auch kommentierbar.

NEU: Verknüpfung eines FU-Wikis mit Ihrem Blackboard-Kurs
 

Seit letzter Woche können Sie zu Ihrem Blackboard-Kurs ein FU-Wiki hinzufügen und diese Funktionalität in Verknüpfung mit Ihrem Blackboard-Kurs nutzen.

Texte importieren und exportieren
 

Längere Texte lassen sich in beiden FU-Wiki-Systemen problemlos via Datei-Import integrieren bzw. als PDF- oder Word-Datei exportieren.

Anwendungstipps
 

Um Studierende in einem geschlossenen FU-Wiki hinzuzufügen, damit sie Seiten bearbeiten und eigene Inhalte einstellen können, müssen diese sich einmalig in dem jeweiligen Wiki-System mit ihrem FU-Account eingeloggt haben. Anschließend werden sie im Benutzerverzeichnis aufgeführt.

Sie können für die Unterseiten in einem Wiki verschiedene Zugriffsrechte vergeben (z. B. fertig gestaltete Seiten für alle sichtbar, bestimmte Seiten nur für einzelne Studierende oder Gruppen sichtbar).
Blick in die Praxis
 
Die eigene Online-Lehre mit Wikis: Fortbildungen & Sprechstunden
 

Bildquellen: Alexander Sperl, CC BY-SA 4.0

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Die folgenden Webseiten bieten Studierenden Informationen und Tipps, wie sie Webex, Wikis, Blogs, Blackboard & Co. im Rahmen von Lehrveranstaltungen nutzen, aber auch selbst Online-Sitzungen anlegen, gemeinsam Referate und Texte ausarbeiten, sich gegenseitig helfen und Feedback geben oder eigene Erkenntnisse publizieren können.
Webex: Live-Vorlesungen und Meetings

Mit Webex können Video-Sitzungen durchgeführt werden, um Vorträge zu hören, Referate zu üben, gemeinsam mit Kommilitonen zu lernen oder sich vor einer Klausur zu helfen.

Webex: Live-Vorlesungen und Meetings
Die FU-Videoplattform Vbrick Rev

VBrick ist die zentrale Videoplattform der Freien Universität Berlin, auf der von Lehrenden hochgeladene Videos angeschaut werden können.

Vbrick: Die FU-Videoplattform
Blackboard: Die Lernplattform der FU

In Blackboard erhalten Studierende Lernmaterial, können Aufgaben und Übungen durchführen, sich im geschützten Raum mit anderen Studierenden austauschen und vieles mehr.

Blackboard: Die Lernplattform der FU
Wikis: Gemeinsames Arbeiten

Wikis ermöglichen das kollaborative Schreiben, z. B. zur Ausarbeitung von Referaten, gemeinsamen Hausarbeiten oder Seminarskripten.

Wikis: Gemeinsames Arbeiten
Blogs: Kommunikation und Publikation

Blogs eignen sich gut zur Dokumentation von Prozessen und Ergebnissen, zum Austausch mit anderen Studierenden oder als eigenes Publikationsmedium.

Blogs: Kommunikation und Publikation
Informationen und Angebote für Studierende im digitalen Sommersemester 2020

Der Career Service gibt Tipps für das Studieren im Home Office und bietet Webex-Seminare an, der Hochschulsport bringt Bewegung ins Wohnzimmer, das ZEDAT-Portal ermöglicht Zugang zu den digitalen Werkzeugen, die Studienberatung stellt eine virtuelle Informationsreihe auf die Beine, das Studierendenwerk sammelt wichtige Fragen & Antworten, die Bibliotheken haben ihren Digitalisierungsservice ausgebaut u.v.m.: Informationen und Angebote im digitalen Sommersemester

Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle den "Student Take Over" des Podcasts Lehre nach:gefragt

Mitgestaltung durch Studierende gefragt!

Sie studieren an der Freien Universität Berlin, nutzen digitale Werkzeuge und möchten Ihre Erfahrungen weitergeben? Teilen Sie der Community Ihre Tipps und Lösungswege mit:

Last not least: Ein Podcast aus Sicht der Studierenden mit weiterführenden Informationen zum digitalen Semester und Anregungen zum Austausch mit Lehrenden und Studierenden:

Bildquellen: CeDiS, Freie Universität Berlin und Alexander Sperl, CC BY-SA 4.0

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Vbrick Rev – die neue Videoplattform der Freien Universität Berlin
 

Im neuen Vbrick-Wiki erhalten Sie Hilfestellungen und Anleitungen für den Einsatz in der Lehre:

Videokanäle mit Vbrick Rev
 

Vbrick Rev bietet eine Plattform-Oberfläche, die Sie mit Ihrem FU-Account nutzen können. Dort können Sie Ihre Videos in einem oder mehreren Kanälen gruppieren, Wiedergabelisten erstellen und Ihre audiovisuellen Inhalte komfortabel verwalten und publizieren.

Informationenen für Studierende

Wie können die Lernenden die Videos einsehen? In welchen Systemen können die Videos für Studierende bereitgestellt werden?

Anwendungstipps
 

Sie können auch Videos, die auf anderen Servern vorliegen (bspw. dem FU-Medienserver), ohne gesonderten Upload in Vbrick Rev einbinden. Diese Videos können Sie in der Videoplattform verwalten und publizieren. Näheres erfahren Sie hier: Video von einer URL einbinden

Darüber hinaus lassen sich hochgeladene Videos in Vbrick Rev online bearbeiten. Grundsätzlich ist das Herausschneiden von Videoinhalten am Beginn, im Mittelteil sowie am Ende des Videos möglich. Zusätzlich können Sie PowerPoint-Folien sowie Kapitelmarken hinzufügen, um die Navigation im Video zu verbessern. Weitere Informationen: Bearbeitung von Videos

Möchten Sie die Einstellungen mehrerer oder aller Videos, die Sie in Vbrick Rev hochgeladen haben, „auf einen Schlag“ bearbeiten, können Sie die Funktion „Massenbearbeitung“ verwenden. Somit lassen sich bspw. die Zugriffsrechte oder Kategorien Ihrer Videos schnell und einfach anpassen. Näheres erfahren Sie hier: Grundeinstellung bearbeiten
Weiteres zum Thema
 

Bildquelle für alle Bilder: Alexander Sperl, CC BY-SA 4.0

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Blackboard: Mehr als eine Datenablage
 

Hier erhalten Sie praktische Unterrichtsideen zum Einsatz von Blackboard in Kombination mit konkreten Anleitungen:

Anschauliche Online-Lerneinheiten in Blackboard erstellen
 

Schon gewusst? Mit der Funktionalität „Lernmodul“ können illustrative Lerneinheiten mit integrierten Texten, Bildern und Videos erstellt werden.

Anwendungstipps
 

Kursmenü in Blackboard: Schalten Sie nur die Menüpunkte (Navigationselemente auf der linken Seite) frei, die Sie in Ihrem Kurs tatsächlich nutzen und benennen Sie sie eingängig. Löschen Sie die nicht benötigten Menüpunkte. Wenn Sie bestimmte Elemente erst zu einem späteren Zeitpunkt nutzen möchten, blenden Sie diese vorerst aus. Klicken Sie dazu auf das Kontextmenü (kleines Dreieck) rechts neben einem Menüpunkt und wählen Sie „Löschen“, „Umbenennen“ oder „Ausblenden“.

Lernmaterial bereitstellen: Geben Sie noch nicht benötigtes Lernmaterial erst zum gegebenen Zeitpunkt frei, da es sonst zu Irritationen führen kann. Hilfreich ist die Einstellung, die Inhalte erst ab einem bestimmten Datum anzeigt. Strukturieren Sie die Inhalte übersichtlich und achten Sie darauf, dass Online-Materialien auch tatsächlich verfügbar sind.

Selbstlernkurs, Fortbildungen und Sprechstunden zum Thema
 
Rechtliche Hinweise
 

Rechtliche Hinweise zum digitalen Sommersemester 2020 erhalten Sie in dem FU-Wiki "E-Learning an der Freien Universität: Rechtliche Hinweise" (Login mit FU-Account erforderlich).

Bildquelle für alle vier Bilder: Alexander Sperl, CC BY-SA 4.0

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Bedeutung der „teletutoriellen Betreuung“
 

Was steckt hinter dem Begriff und welche Betreuungsbereiche sind damit verbunden?

Asynchrone Online-Lernaktivitäten betreuen (Forum, Blog, Wiki)
 

Was ist bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung zeitlich versetzter Online-Lernaktivitäten zu beachten?

Synchrone Online-Lernaktivitäten betreuen (Video-Sitzungen, Web-Meetings, Chats)
 

Worauf ist bei der Umsetzung synchroner Lernaktivitäten in audio-/video- bzw. textbasierten Veranstaltungen zu achten (z.B. via Webex)?

Anwendungstipps
 

Nicht verzagen! Gerade zu Semesterbeginn wird es hier und da ruckeln. Lassen Sie den Studierenden in der Anfangsphase Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen und sich an die Technik zu gewöhnen. Geben Sie dabei Orientierung und Hilfestellung.

Gemeinsam statt einsam! Vermeiden Sie Frustration in der aktuellen Situation und bringen Sie die Lernenden zueinander durch Kennenlernrunden, Einstiegsbeiträgen zu den Erwartungen, Frage-Antwort-Szenarien oder bspw. Online-Smalltalk. Gemeinsame Zielsetzungen führen zudem zu einer höheren Beteiligung.

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Asynchrone Online-Kommunikation via Forum, Blog und Wiki
 

Werkzeuge der Freien Universität für die zeitlich versetzte Kommunikation:

Synchrone Kommunikation via Video-Meetings und Chats (z. B. mit Webex)
 

Tools für die Echtzeit-Kommunikation in Audio/Video-Settings und textbasierten Chats:

Anwendungstipps
  Foren in Blackboard abonnieren: Umgehen Sie das stetige Nachsehen nach neuen Beiträgen und erhalten Sie stattdessen eine E-Mail bzw. erlauben Sie diese Funktion den Studierenden (Forum > Einstellungen > Mitgliedern das Abonnement des Forums gestatten > Button „Abonnieren“ betätigen).
Nutzung von Wikis & Blogs: Um Studierende in geschlossenen Wikis/Blogs anmelden zu können, müssen sich diese einmalig imit ihrem FU-Account in das jeweilige System eingeloggt haben.
Ein Blick in die Praxis
 

Bildquelle für alle vier Bilder: Alexander Sperl, CC BY-SA 4.0

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Möglichkeiten zur Digitalisierung von Lehrveranstaltungen

Wie können Inhalte digital aufbereitet, Lernmaterial zur Verfügung gestellt und Lernprozesse unterstützt werden?

Inhalte schnell erstellen und Studierende aktivieren mit H5P

Mit H5P können Inhalte einfach und anschaulich erstellt und die Studierenden online zum Mitmachen angeregt werden.

Ein Blick in die Praxis
 
Gesucht: Beiträge zur Ideenbörse
  Viele von Ihnen haben bereits Erfahrungen mit Medien. Vielleicht haben Sie für Ihre Kolleginnen und Kollegen einen Tipp? Haben Sie eine hilfreiche Webseite entdeckt? Wovor möchten Sie warnen? Lesen Sie, diskutieren Sie oder fragen Sie im Community-Blog!

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Handreichungen & Checklisten

Sie lesen gerne offline oder möchten eine Checkliste erhalten, die Sie bei der Vorbereitung und Duchführung digitaler Lehrveranstaltungen unterstützt? Nachfolgend erhaltend Sie die Hinweise und Tipps als PDFs zum Download.

Consulting & Support

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Kontakt: consulting@cedis.fu-berlin.de

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